Stand: 12.02.2016 14:21 Uhr

Mit Sprühkleber gegen die Gardinen-Räuber

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Er mit grüner Wollmütze, sie im Poncho: So sollen die Gardinen-Räuber ausgesehen haben.

Worauf haben es Räuber am häufigsten abgesehen? Neben Geld vermutlich auf wertvolle Dinge. Ein außergewöhnlicher Fall beschäftigt derzeit die Polizei in Wildeshausen: Zwei Unbekannte - ein Mann und eine Frau - brauchten offenbar dringend eine Gardine. Ja, richtig gelesen, eine Gardine. Deshalb betraten sie in der vergangenen Woche ein Raumausstatter-Geschäft, was ja durchaus logisch und auch nachvollziehbar erscheint. Gleich wird allerdings klar, dass es sich nicht um eine normale Einkaufstour im Sinne der Verschönerung der eigenen Wohnung handelt. Die beiden Kunden hatten anderes im Sinn: "Der sehr dünn wirkende Mann im Alter von 16 bis 20 Jahren und seine etwa 40 Jahre alte Begleiterin wollten umsonst eine Gardine bekommen", heißt es in der Polizeimeldung.

Raumausstatter sind wehrhaft!

Das an sich ist ja noch kein Straftatbestand. Aber der Verkäufer hatte natürlich trotzdem etwas dagegen. Und jetzt wird's räuberisch, denn der Kunde mit der Mütze wollte wirklich nicht bezahlen - und zückte ein Messer. Doch er hatte wohl nicht mit der Wehrhaftigkeit des Raumausstatters gerechnet: Der setzte nämlich gekonnt die Sprühkleber-Flasche ein und schlug das Duo in die Flucht.

Ob die Gardine den Überfall unbeschadet überstanden hat, ist nicht bekannt.

Zeugen gesucht

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung. Und fahndet mit Phantombildern nach den beiden verhinderten Gardinen-Räubern. Wer am 4. Februar gegen 11.15 Uhr etwas in der Feldstraße beobachtet hat, kann sich unter (04431) 94 12 49 oder (04431) 94 10 bei der Polizei melden.