Stand: 04.03.2016 14:49 Uhr

Friesenbrücke muss der "Ovation" weichen

Da in der nächsten Woche die Emsüberführung des neuesten Schiffs der Papenburger Meyer Werft, der "Ovation of the Seas", geplant ist, werden am Wochenende wieder Teile der Friesenbrücke abgebaut. Bei jeder Emsüberführung der Papenburger Kreuzfahrtriesen muss der große Mittelteil der Brücke mit einem Schwimmkran entfernt werden. Neu ist jedoch, dass der Mittelteil anschließend nicht wieder montiert wird. Die Meyer Werft wird das Bauteil an Land zwischenlagern. Grund dafür ist die unklare Zukunft der Brücke, die im vergangenen Dezember bei einem Zusammenstoß mit einem russischen Frachter zerstört wurde.

Platz machen für den Luxusliner

Untersuchungen noch nicht abgeschlossen

Die Deutsche Bahn lässt immer noch prüfen, ob nur das kaputte Brückenteil oder die ganze Brücke neu gebaut werden muss. Ein Teilneubau würde mindestens fünf, ein kompletter Neubau mindestens neun Jahre dauern. Vor der Entscheidung müssten die Untersuchungen der Stabilität und Tragfähigkeit der Friesenbrücke abgeschlossen werden, so Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis gegenüber NDR.de. Die Untersuchung unter Wasser stehe zum Beispiel noch aus, so Meyer-Lovis. Die Zwischenlagerung an Land sei mit der Meyer Werft abgesprochen worden, damit im Falle einer Reparatur so leichter erforderliche Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an diesen Teilen durchgeführt werden können.

Weitere Informationen

Klärt Stimmrekorder offene Fragen?

Wer ist schuld an der Kollision eines Frachters mit der Friesenbrücke bei Weener? Eine Antwort steht noch immer aus. Aufschluss soll der Stimmrekorder bringen - er ist bald ausgewertet. (25.02.2016) mehr

mit Video

Friesenbrücke: Auf Umwegen ans Ziel

Die zerstörte Friesenbrücke stellt Anwohner in der näheren Umgebung vor gewaltige Probleme. Denn plötzlich müssen alle große Umwege fahren auf dem Weg zur Arbeit oder zum Besuch bei Freunden. (21.01.2016) mehr

Schiff hatte keine Mängel

Das Schiff, das am Donnerstag die Friesenbrücke bei Weener rammte und in zwei Teile riss, hatte laut Polizei keine technischen Mängel. Menschliches Versagen sei nicht auszuschließen. (06.12.2015) mehr