Fall Schulze: Kleidungs-Spur führt ins Leere
Im Fall der seit etwa zwei Jahren vermissten Familie Schulze aus Drage (Landkreis Harburg) gibt es keine neuen Hinweise auf Mutter und Tochter. Zuletzt hatten sich die Ermittler wegen mehrerer Kleidungsstücke, die in der Nähe des Hauses der Familie gefunden wurden, Hoffnungen auf weitere Erkenntnisse gemacht. Vergebens, wie die Polizei am Montag mitteilte. "Die Spezialisten des Landeskriminalamtes in Hannover konnten keine Spuren an der Bekleidung sichern, die auf die Vermissten hindeuten", hieß es von der Behörde in Harburg. Von der vermissten Familie konnte bislang nur der Vater gefunden werden - tot in der Elbe. Mutter Sylvia und Tochter Miriam sind weiterhin verschwunden. Die Polizei geht von einem erweiterten Suizid aus.
Drage: Kleidung gibt keine Hinweise
Vor zwei Jahren ist eine Familie aus Drage verschwunden. Die Mutter und die Tochtrer werden bis heute vermisst - eine weitere Spur führt jedoch ins Leere.
Kleidung im Dezember 2016 gefunden
Die Kleidungsstücke waren an einem Wassergraben in der Feldmark, etwa drei Kilometer vom Haus der Schulzes entfernt, gefunden worden. Private Ermittler hatten sie geborgen und der Polizei übergeben. Das war im Dezember 2016. Die Polizei gab die Übergabe allerdings erst im Mai dieses Jahres bekannt, glaubte aber bereits da offenbar nicht an einen Durchbruch. "Wir gehen davon aus, dass die Gegenstände erst kurz vor dem Auffinden dort abgelegt wurden", sagte ein Sprecher damals. Der Fall dürfte nun ungelöst bleiben. "Wir haben keinerlei Ansätze mehr, um weiter zu ermitteln", sagte Polizeisprecher Torsten Adam. Auch zwei Zeugenaufrufe in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" im ZDF hätten keine entscheidenden Hinweise gebracht, so Adam.