Stand: 19.01.2017 06:53 Uhr

Experten inspizieren Sturmschäden auf den Inseln

Die Stürme in den vergangenen Wochen haben auf den Ostfriesischen Inseln zum Teil erhebliche Schäden angerichtet. Insbesondere auf den Inseln Langeoog und Wangerooge haben die Schutzdünen gelitten. Zudem bereiten den beiden Inseln angeschwemmte Container und deren Inhalt zusätzliche Probleme. Jetzt hat der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) angekündigt, dass Experten seines Ministeriums und des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Ende der Woche die Schäden gemeinsam mit den örtlichen Behörden in Augenschein nehmen. "Die Probleme durch Container, Holzladungen und Plastikmüll können die Insulaner nicht allein lösen", sagte Wenzel.

Sturmtief "Axel" hinterlässt Spielzeug und Schrott

Wenzel verspricht unbürokratische Hilfe

Das Umweltministerium werde dazu beitragen, das Strandgut schneller abzuräumen und den Inseln schnelle und unbürokratische Hilfe zu verschaffen, so Wenzel. Die Kosten könne der Bund später mit dem Verursacher klären. Laut Wenzel wird Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz heute und Freitag auf Langeoog und Wangerooge sein, dort an Inspektionen und Besprechungen teilnehmen und sich mit den Inselbürgermeistern beraten.

Eine Bescherung nach der anderen

Während des Sturmtiefs "Barbara" kurz nach Weihnachten war ein Dutzend Container von einem Frachter in die Nordsee gefallen und an den Inseln Wangerooge, Langeoog, Spiekeroog und Norderney angespült worden. Anfang des Jahres verlor dann ein weiterer Frachter auf seiner Fahrt von Rotterdam nach Bremerhaven insgesamt fünf Container im Sturm. Zehntausende Überraschungseier und Lego-Steine waren daraufhin vor allem am Strand der Insel Langeoog angespült worden. Nach dem Spielzeug folgten Schrottteile, Kabel und Plastikstreifen. Zuletzt richtetet Sturmtief "Egon" Schäden an den Dünen an.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.01.2017 | 06:30 Uhr