Stand: 03.02.2016 09:53 Uhr

Erstmals Geldautomat in Großstadt gesprengt

Erneut haben Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt: In Oldenburg wurden dabei in der Nacht zu Mittwoch große Teile einer Filiale der Oldenburgischen Landesbank zerstört, wie die Polizei mitteilte. Es ist das erste Mal, dass die Täter in einer Großstadt zuschlugen. Bislang beschränkten sich die Sprengungen auf Geldautomaten in ländlichen Gebieten und kleineren Städten. Wie viel Geld die Täter erbeuteten, konnte die Polizei bislang nicht sagen.

Entscheidend sind die Fluchtmöglichkeiten

Ob der Tatort in einer Groß- oder Kleinstadt liege, sei dabei allerdings nicht so relevant, sagt Christian Zahel vom Landeskriminalamt (LKA). Vielmehr schauten die Täter, ob es genügend Fluchtmöglichkeiten gebe, so der Leiter der LKA-Sonderkommission. Und die gab es in diesem Fall: Die Bank befindet sich in der Nähe einer Autobahn. Einen Hinweis gibt es dennoch. Im Zusammenhang mit der Tat wird nun laut Polizeisprecher nach einem silberfarbenen Audi gesucht. Es handele sich wahrscheinlich um das Modell A 3 Sportback.

Mehr als 200 Täter vermutet

Nachdem allein im vergangenen Jahr 28 Automaten in Niedersachsen gesprengt wurden, hat das LKA Mitte Dezember eine zentrale Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Ermittler gehen von etwa 200 Tätern aus mehreren Ländern aus, die unabhängig voneinander in verschiedenen Banden organisiert sind. Im Dezember konnte das LKA einen ersten Erfolg verbuchen: Beamte hatten drei Niederländer festgenommen, die offenbar kurz davor waren, einen Geldautomaten in Winsen an der Luhe (Landkreis Harburg) zu sprengen.

Weitere Informationen

Zahl gesprengter Geldautomaten steigt

Die Zahl gesprengter Geldautomaten ist laut BKA deutschlandweit deutlich gestiegen, Niedersachsen war dabei ein Schwerpunkt. Die Täter schlagen überwiegend in ländlichen Gebieten zu. (28.01.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 03.02.2016 | 09:30 Uhr