Stand: 08.07.2014 20:53 Uhr

Erdgasförderung löste Erdbeben bei Syke aus

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Das Erdbeben bei Syke hatte ein Stärke von 3,2.(Themenbild)

Das Erdbeben vom 1. Mai 2014 zwischen Syke und Bassum im Landkreis Diepholz ist sehr wahrscheinlich auf die Erdgasförderung in der Gegend zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des Landesbergamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Laut den am Dienstag veröffentlichten Ergebnissen entstand das Beben in einer Tiefe von 4,2 Kilometern und damit im Bereich des dortigen Erdgas-Förderhorizontes.

Betroffene Bürger füllten 131 Fragebögen aus

Das Epizentrum des leichten Erdbebens lag etwa fünf Kilometer südwestlich von Syke im Bereich des Erdgasfeldes Klosterseelte / Kirchseelte / Ortholz. Die Stärke des Bebens wird mit 3,2 angegeben. Für die Untersuchung wurden nicht nur seismische Aufzeichnungen von Messstationen herangezogen, sondern auch 131 von der Bevölkerung ausgefüllte Fragebögen. Diese ergaben, dass das Erdbeben in der Region "deutlich" bis "stark" spürbar war. In vier Fragebögen wurden von Anwohnern leichte Gebäudeschäden gemeldet.

Fracking wird als Ursache ausgeschlossen

Die Behörden nehmen als Ursache für das Erdbeben an, "dass sich durch die Druckabsenkung als Folge der Erdgasproduktion Spannungen im Untergrund aufgebaut hatten, die vorhande tektonische Störungen reaktivierten." Da die umstrittene Fracking-Fördermethode in Niedersachsen seit Juli 2011 nicht mehr angewandt worden sei, könne diese daher auch nicht Ursache des Erdbebens sein.