Stand: 02.03.2016 06:57 Uhr

Einbrüche: Polizei gelingt "entscheidender Schlag"

Es geht um Dutzende Verdächtige, die mehr als 300 Einbrüche und Raubüberfälle begangenen haben sollen. Monatelang haben Polizei und Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt, am frühen Dienstagmorgen haben sie unter der Einsatzleitung der Polizeiinspektion Leer/Emden zugeschlagen. In den Landkreisen Aurich und Leer haben knapp 300 Einsatzkräfte, darunter Spezialeinsatzkommandos aus Niedersachsen und Bremen, sieben Personen festgenommen. Gegen vier von ihnen wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Die Beamten stellten bei den Razzien in 15 Wohn- und Geschäftshäusern außerdem Diebesgut, Drogen und Waffen sicher.

Starker Anstieg von Einbrüchen im Rheiderland

Nachdem im vergangenen Jahr einen starker Anstieg von Einbrüchen im Rheiderland verzeichnet wurde, hatten die Ermittler bereits im Oktober elf Verdächtige festgenommen, fünf sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Sie sollen für 100 Einbrüche und Raubüberfalle in Leer und Emden verantwortlich sein. Weitere Ermittlungen hätten jedoch Hinweise auf weitere Täter ergeben, sodass eine "Ermittlungsgruppe Rheiderland" eingerichtet wurde. Im Laufe der Monate stieß die Polizei auf 35 Personen zwischen 23 und 42 Jahre, die teilweise einzeln wie auch in Gruppen agiert haben sollen. Die Polizei nennt die Personen im Zusammenhang mit Einbruchdelikten, schweren Raubtaten, Drogenkriminalität und Betrugsdelikten in Stadt und Landkreis Leer, Emden, Stadt und Landkreis Aurich, dem Emsland und dem Ammerland. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.