Stand: 02.02.2016 11:42 Uhr

Eisbärbaby knuddelt innig mit seiner Mutter

von Oliver Gressieker

Die Bilder der Überwachungskamera sind einfach zum Dahinschmelzen: Liebevoll leckt Eisbärmama "Valeska" ihrem kleinen Baby über den Kopf, das Jungtier genießt die Zuwendung und rollt sich vergnügt auf den Rücken. Seit dem 11. Dezember hat der Zoo am Meer in Bremerhaven eine neue, extrem niedliche Attraktion. Zu Gesicht bekommen haben das Baby bisher aber noch nicht einmal die Tierpfleger. Denn Eisbärmutter und Kind leben derzeit komplett abgeschottet in der Wurfhöhle. Erst Anfang April wird das Jungtier voraussichtlich zum ersten Mal die Außenanlage des Geheges betreten und sich den Besuchern präsentieren.

Erste Gehversuche im März

"Der genaue Zeitpunkt lässt sich noch nicht bestimmen", sagte Zoosprecherin Heike Kück gegenüber NDR.de. "Das entscheiden die Tiere letztlich selbst." Bis Ende Februar werden Mutter und Jungtier vermutlich noch komplett in der Wurfhöhle bleiben. Danach soll das Baby langsam an die Tücken die Umgebung gewöhnt werden. Dazu gehören vermeintlich banale Dinge wie das Kennenlernen von Wasser und das Steigen einer Treppe. Erst wenn das sicher funktioniert, dürfe das kleine Tier nach draußen, so Kück. Bisher verlaufe die Entwicklung aber hervorragend: "Wir haben ein knuddeliges, wohlgenährtes Baby."

Geschlecht weiter unklar

Immer noch unklar ist, ob es sich bei dem kleinen Tier um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. Diese Frage kann erst geklärt werden, wenn Eisbärmutter "Valeska" wieder zu fressen beginnt und dazu die Wurfhöhle zum ersten Mal seit November verlässt. Die Tierpfleger wollen diese Situation nutzen, um das Geschlecht des Babys zu bestimmen und die erste Impfung vorzunehmen. Das könne theoretisch täglich passieren, so Kück.

Das Eisbärmädchen in der Höhle

Jungtier bleibt knapp zwei Jahre in Bremerhaven

Das noch namenlose Eisbärbaby ist der zweite Nachwuchs von Mutter "Valeska" und Vater "Lloyd". Im Dezember 2013 war im Zoo am Meer bereits das Eisbärmädchen "Lale" zur Welt gekommen, das seit Juni vergangenen Jahres in einem Zoo im niederländischen Emmen lebt. Das jetzt geborene Jungtier wird voraussichtlich bis Herbst 2017 in Bremerhaven bleiben und dann an einen anderen Zoo abgegeben. Der Grund: Auch in freier Wildbahn wird der Nachwuchs nur anderthalb bis zwei Jahre von seiner Mutter betreut und danach sogar ziemlich massiv vertrieben. In welchen Zoo der kleine Eisbär kommt, entscheidet der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Eisbären (EEP).

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