Stand: 19.08.2015 21:19 Uhr

"Anne-Marie" und "Grete" verbinden Elbe-Ufer

Mit zwei Schiffstaufen ist am Mittwoch die neue Fährverbindung zwischen dem niedersächsischen Cuxhaven und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein gefeiert worden. Zum Festakt kamen zunächst der niedersächsische und der schleswig-holsteinische Verkehrsminister, Olaf Lies und Reinhard Meyer (beide SPD), in die niedersächsische Stadt an der Mündung der Elbe und der Nordsee. Dort wurde eine der beiden neuen Fähren auf den Namen "Grete" getauft. Im Anschluss fuhren sie gemeinsam mit der zweiten Fähre über die Elbe nach Brunsbüttel, wo die Taufe der "Anne-Marie" stattfand.

Eine Verbindung, zwei Fähren, 70 Minuten

Wichtig für Wirtschaft und Tourismus

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Neue Fährverbindung auf der Elbe

19.08.2015 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

Der Sprung über die Elbe wird ab sofort einfacher. Cuxhaven in Niedersachsen und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein sind nach 15 Jahren wieder mit einer Fähre verbunden. Video (02:43 min)

Die Minister Lies und Meyer erhoffen sich von der neuen Verbindung wichtige Impulse für Wirtschaft und Tourismus in der Region um die Elbe. "Die Wiederaufnahme des Fährbetriebs ist ein guter Tag für den Norden", sagte Lies. Zudem könne die Route gerade durch Gütertransporte einen Beitrag zur Entlastung der durch den A7-Ausbau besonders angespannten Verkehrssituation im Norden leisten, hieß es bei der Feier in Cuxhaven.

Platz für je 600 Passagiere

Nach 15 Jahren besteht damit erstmals wieder die Möglichkeit, die Elbe zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel in rund 70 Minuten zu überqueren. Zwölf Abfahrten in jede Richtung soll es täglich geben, gefahren wird im 90-Minuten-Takt. Die 2010 und 2011 in Norwegen gebauten Schiffe bieten Platz für 600 Passagiere, 160 Pkw beziehungsweise 52 Pkw und 16 Lastzügen. Ab dem Jahr 2017 soll ein drittes Schiff eingesetzt werden.

Regulärer Fährverkehr beginnt Donnerstag

Mit dabei in der Hapag Halle in Cuxhaven war auch der frühere estnische Staatspräsident Arnold Rüütel. Betreiber der Fährverbindung ist die Reederei Elb-Link mit Sitz in Cuxhaven. Sie gehört einem estnischen Unternehmen. Bereits am Sonnabend hatten Hunderte Besucher die neuen Schiffe "Grete" und "Anne-Marie" besichtigt.

Fährverbindung kein Ersatz für A 20-Ausbau

Unabhängig von der neuen Fährverbindung über die Elbe machten die Wirtschaftsminister beider Länder deutlich, dass der weitere Ausbau der Küstenautobahn A 20 mit einer geplanten Elb-Querung unverzichtbar sei. Die Bundesregierung solle das Projekt mit Nachdruck vorantreiben und im neuen Bundesverkehrswegeplan mit der höchsten Priorität versehen. Die Autobahn habe "eine überragende Bedeutung, die weit über die Grenzen der beiden Bundesländer hinausreicht", betonten Lies und Meyer.

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