Stand: 25.08.2017 09:15 Uhr

200.000 Euro aus Bitcoins für die Landeskasse

Der Staatsanwaltschaft Verden ist nach eigenen Angaben ein Erfolg gegen kriminelle Geschäfte im Internet gelungen. Die Behörde, sogenannte Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Internetkriminalität in Niedersachsen, hat mittlerweile Bitcoins im Gegenwert von etwa 800.000 Euro sicherstellen können, von denen bereits 200.000 Euro in die Landeskasse geflossen seien. Bei Bitcoins handelt es sich um eine Internetwährung ohne Scheine oder Münzen, die zwar legal, aber bislang gesetzlich nicht anerkannt ist. Seit etwa zwei Monaten ist es jedoch möglich, Bitcoins in herkömmliches Geld umzuwandeln - und diesen Umstand machte sich die Staatsanwaltschaft zunutze.

Erlöse aus Drogen- und Waffenverkäufen

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Bitcoins - Was ist das überhaupt?

Bei tagesschau.de gibt es weitere Hintergründe und Informationen zur virtuellen Währung Bitcoins. extern

Das Geld stammt laut der Behörde aus dem Verkauf von Drogen und Waffen. Weitere Bitcoins im Wert von etwa 600.000 Euro seien zwar sichergestellt worden, derzeit aber noch nicht freigegeben. Zum genauen technischen Prozedere des Umwandelns wollte die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen. "Wir sind an einem Punkt, da muss jedem bewusst sein, dass Gewinne aus Straftaten nicht mehr nur Bargeld und Sachwerte, sondern auch digitale Währung sein können. Und da sind wir gerade ein gutes Stück vorangekommen", sagte Oberstaatsanwalt Frank Lange NDR 1 Niedersachsen.

Nicht mehr nur Bargeld und Konten

Künftig müssten die Ermittler laut Lange nicht mehr nur auf Bargeld und Konten achten, sondern auch auf Codes aus Zahlen und Buchstaben auf Papier oder Datenträgern. Denn eben dahinter könnten sich Bitcoins verbergen. Der Zeitpunkt für die Sicherstellung ist ziemlich günstig: Der Wert der Internetwährung klettert derzeit rasant. Seit Jahresbeginn hat er sich verfünffacht - im August kostete ein Bitcoin zeitweise mehr als 4.000 Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.08.2017 | 08:00 Uhr

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