Stand: 12.04.2016 14:23 Uhr

Flüchtling gesteht Brandstiftung in Winsen

Zwei Tage nach dem Brand in einer als Flüchtlingsunterkunft genutzten Turnhalle in Winsen (Landkreis Harburg) hat ein 17-Jähriger gestanden, das Feuer gelegt zu haben. Der junge Afghane hatte dort selbst gewohnt. Als Motiv nannte er in der richterlichen Vernehmung, dass er unzufrieden mit der Unterbringung gewesen sei. Zuvor hatte das Amtsgericht Winsen Haftbefehl gegen den Jugendlichen erlassen. Zum Zeitpunkt der Tat lebten in der Turnhalle insgesamt 25 minderjährige Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und aus afrikanischen Ländern. Anfang Mai hätten sie nach Informationen des Landkreises in kleinere Wohngruppen umziehen sollen. Die Jugendlichen leben jetzt in Buchholz.

17-Jähriger behindert ersten Löschversuch

Noch während der Löscharbeiten hatte die Polizei mit den Ermittlungen begonnen und erste Zeugen befragt. Es sei unstrittig, dass der 17-Jährige das Feuer gelegt habe, hieß es bereits am Sonntag. Das Gebäude brannte vollständig ab. Verletzt wurde niemand. Bemerkt hatte das Feuer ein Hausmeister, der zunächst versucht habe, das Feuer selbst zu löschen, so die Polizei. Diesen Löschversuch habe der 17-Jährige sogar behindert.

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Flüchtlingsunterkunft in Winsen brennt nieder

Ein 17-jähriger Bewohner soll am Sonntag eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Turnhalle in Winsen in Brand gesteckt haben. Verletzt wurde niemand. Das Gebäude liegt in Trümmern. Bildergalerie

Schaden: 500.000 Euro

Die Flammen hatten schnell auf das ganze Gebäude übergegriffen und waren anschließend durch das Dach geschlagen, das später einstürzte. Die Löscharbeiten wurden laut Feuerwehr durch eine starke Rauchentwicklung erschwert. Der dichte Qualm sei zudem über das gesamte Stadtgebiet von Winsen gezogen. 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Brand hatte am Sonntag einen Schaden von geschätzten 500.000 Euro angerichtet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.04.2016 | 14:00 Uhr

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