Stand: 03.01.2016 13:06 Uhr

Familie Rabani wartet auf tot geglaubten Sohn

Aufgewachsen ist er in einem Flüchtlingswohnheim. Seine Eltern waren aus dem Libanon nach Deutschland geflüchtet. "Ich weiß genau, was die Menschen hier durchmachen, auch ich musste mich integrieren", sagt Rani Hijazi. Deshalb engagiert er sich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) als Flüchtlingshelfer im Landkreis Uelzen. Durch seine Hilfe ist ein kleines Wunder geschehen: Er hat den verloren geglaubten Sohn der Familie Rabani aus Afghanistan aufgespürt. Monatelang telefonierte der 27-Jährige alle deutschen Unterkünfte ab. In der Schweiz gelang ihm schließlich sein Glückstreffer. "Ich saß einfach zu Hause, ich hab drüber nachgedacht, ich habe geweint", sagt Hijani. Acht Monate lang habe die Familie nicht gewusst, ob ihr Sohn lebt. Jetzt zählen die Familienmitglieder die Stunden bis zum Wiedersehen. Wann genau das sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

Täglich telefoniert die Familie mit dem Jungen

Der zehnjährige Mahdi Rabani hat inzwischen die deutsche Sprache erlernt und telefoniert täglich mit dem Deutschen Roten Kreuz und seiner Familie. Für seine Eltern, Geschwister und Tanten ist das der Höhepunkt des Tages. Mahdi möchte am liebsten sofort mit dem Fahrrad losfahren. Aber noch bearbeiten die Schweizer Behörden seinen Fall. Mit Rani Hijazi hat die Familie Rabani in jedem Fall einen neuen Helden gefunden.

Hintergrund

Flüchtlinge in und um Lüneburg

Zehntausende Flüchtlinge sind in den vergangenen Monaten nach Niedersachsen gekommen. Städte wie Lüneburg, aber auch die kleineren Gemeinden, müssen die Unterbringung und Integration umsetzen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 02.01.2016 | 19:30 Uhr