Stand: 19.02.2016 16:58 Uhr

Zwei Mäusebussarde wurden womöglich vergiftet

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Im Landkreis Stade sind offenbar zwei Mäusebussarde vergiftet worden.

In Nordkehdingen im Landkreis Stade sind zwei Mäusebussarde möglicherweise vergiftet worden. Ein Mitarbeiter der Naturschutzstation Unterelbe fand die Tiere im Bereich des Baljer Außendeichs, dort, wo erst vor wenigen Tagen ein Seeadler in seinem Nest erschossen wurde. Auch ein dritter Mäusebussard zeigte laut dem Naturschützer Vergiftungserscheinungen, konnte jedoch in den Schilfgürtel entkommen. Die Kadaver der Bussarde wurden dem Veterinäruntersuchungsamt in Stade übergeben und werden derzeit weiter untersucht.

NABU fordert stärkeren Einsatz gegen Umweltkriminalität

Angesichts der jüngsten Angriffe auf streng geschützte Vögel in Niedersachsen fordert der Naturschutzbund (NABU) nun, dass sich die Staatsanwaltschaft verstärkt um Umweltkriminalität kümmert. Das Jagen von Greifvögeln verstoße gegen das Artenschutzrecht und müsse konsequent verfolgt werden, hieß es.

10.000 Euro Belohnung für Ergreifung des Täters

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) und Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) haben bereits die Tötung des Seeadlers an der Oste scharf verurteilt. Naturschutzverbände hatten für Hinweise zur Ergreifung der Täter 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

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Toter Seeadler: NABU für Schwerpunkt-Ermittler

Der NABU hat sich nach der Tötung eines Seeadlers im Kreis Stade erneut für eine Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft ausgesprochen. Derartige Delikte müssten konsequent verfolgt werden. (17.02.2016) mehr

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Aktuell | 19.02.2016 | 12:00 Uhr