Stand: 02.02.2016 12:58 Uhr

Wolfs-Sender senden nicht richtig

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Zwei Wölfe aus dem Rudel in Munster tragen solche Sender. Im Moment gibt es aber per Satellit keine Daten. (Archivbild)

Wohin laufen sie? Wo halten sie sich auf? Was ist auffällig? Mit Überwachungssendern wollen die Experten vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mehr über die Wölfe des Rudels in Munster (Heidekreis) erfahren. Doch jetzt haben sie offenbar den Kontakt zu den Tieren verloren. Die beiden Sender funktionieren nur stark eingeschränkt. "Im Moment haben wir per Satellit keinen Kontakt zu den Tieren", sagte Achim Stolz, der Sprecher des NLWKN. Seit dem 20. Dezember seien keine Positionsdaten mehr übermittelt worden.

Grundlage für möglichen Einsatz von Gummigeschossen

Die Fachleute hoffen, dass die Daten zu einem späteren Zeitpunkt übermittelt würden. Das habe bei einer früheren Unterbrechung auch funktioniert, so Stolz. Im Juni vergangenen Jahres waren zwei Wölfe aus dem Rudel mit Sendehalsbändern versehen worden. Die Tiere sollen stärker überwacht werden, weil sie wiederholt wenig Scheu vor Menschen gezeigt haben. Einer der beiden besenderten Wölfe aus dem Munsteraner Rudel soll im Januar eine Hündin im Landkreis Celle verletzt haben, während deren Besitzerin nur wenige Meter entfernt stand. Die Überwachungsdaten sollen Grundlage sein, um die Wölfe wenn nötig zu vergrämen. Beim Vergrämen werden Wölfe mit Gummigeschossen attackiert, damit sie lernen, sich von Menschen fernzuhalten.

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