Stand: 04.03.2016 09:37 Uhr

Bagger nagen sich durch 300 Tonnen Stahlbeton

von Lars Gröning

"300 Tonnen Stahlbeton müssen weg und mindestens 1.600 Kubikmeter Erde", sagt Brückenbau-Ingenieur Jörg Silex. Gemeinsam mit Stadtbaurätin Heike Gundermann beobachtet er den Beginn der Abrissarbeiten an der Wandrahmbrücke in Lüneburg. Das Bauwerk muss komplett erneuert werden, weil die Risse und Zersetzungen im Beton nicht mehr zu reparieren sind.

Abriss der Wandrahmbrücke

Große Zangen greifen in den Stahlbeton

Tonnenschwere Bagger haben bereits die Asphaltdecke der Brücke teilweise entfernt. Mit großen Zangengreifern machen sie sich nun an dem darunter liegenden Stahlbeton zu schaffen. In der Ilmenau, über die die Brücke verläuft, liegen Schuten. Betonbrocken, die die Bagger verlieren, werden so aufgefangen. Wer die Abrissarbeiten aus der Ferne betrachtet, gewinnt den Eindruck, als würden sich die Bagger selbst den Boden unter den Ketten wegreißen. "Das Abbruchunternehmen aus Rostock ist sehr erfahren", beruhigt Ingenieur Silex.

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Neue Brücke im November befahrbar

Bis Ostern soll der Abriss der eigentlichen Brücke abgeschlossen sein. Nach den Feiertagen werden die Betonbefestigungen an den Ilmenauufern, die sogenannten Widerlager, entfernt. Danach beginnt schon der Aufbau der neuen Brücke. Im Rohbau wird sie bereits Mitte des Jahres zu sehen sein. Bis alle Restarbeiten fertig sind, wird es allerdings bis Mitte November dauern. Dann soll das 3,5 Millionen Euro teure Brückenprojekt abgeschlossen sein. Rund 30.000 Fahrzeuge können dann wieder über die Brücke rollen. Bis dahin müssen die Autofahrer allerdings weiterhin lange Umwege in Kauf nehmen. Die Verkehrsstaus, die am Beginn der Brückensperrung auftraten, seien hingegen weitgehend abgeklungen, sagt Joachim Bodendieck vom Lüneburger Ordnungsamt. In den vergangenen Tagen seien keine Beschwerdemeldungen von Lüneburger Bürgern mehr bei der Stadt eingegangen.

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