Stand: 04.10.2017 20:11 Uhr

Leuphana kooperiert mit TU Hamburg

Gerade ist es ruhig auf dem Campus der Leuphana Universität in Lüneburg, denn die Studenten haben noch Semesterferien. Doch hinter den Türen tut sich einiges: Die Chefs der Leuphana und der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) haben sich am Mittwoch getroffen, um einen Kooperationsvertrag zu unterschreiben. Das Ziel: Beide Hochschulen wollen künftig enger zusammenarbeiten und ihre Schwerpunkte miteinander verbinden.

Mehr Möglichkeiten für Studierende

Das soll vor allem in den Bereichen Forschung, Lehre, Wissensaustausch und Infrastruktur geschehen. Während an der Leuphana vor allem neue Dienstleistungen entstehen, tüfteln die Hamburger vornehmlich an neuen Technologien und Produkten. Auch weil beide Universitäten mit etwas weniger als 10.000 Studenten eher klein sind, wollen sie bei Themen wie Digitalisierung, Ingenieurwissenschaften, Nachhaltigkeit und Unternehmertum ihre Kräfte bündeln. Für die Studenten heißt die Kooperation: Sie bekommen künftig mehr Möglichkeiten, sagt Leuphana Präsident Sascha Spoun: "Die Studierenden in Hamburg können ihre nicht technischen Wahlpflicht-Fächer in Zukunft bei uns machen." Im Gegenzug hätten die Lüneburger Studenten die Möglichkeit, Lehrangebote in Hamburg wahrzunehmen.

Ingenieure eines neuen Typs

Die Zusammenarbeit zwischen Lüneburg und Hamburg soll am Ende auch Ingenieure eines neuen Typs hervorbringen, hofft Spoun. Möglich machen soll das ein neuer, gemeinsamer Studiengang: Das Bachelor-Programm Technologie und Gesellschaft. Er könnte schon 2019 starten. Außerdem ist ein Promotions-Studiengang im Bereich Unternehmensgründung geplant.

Zwei neue Forschungszentren

Durch die Kooperation soll außerdem die Metropolregion Hamburg als Wissensstandort gestärkt werden. Zwei neue Forschungszentren werden dazu entstehen: Eines für Gründerförderung und eines rund ums Thema neue digitale Arbeitswelt. Auch laut Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) sollen letztlich beide Uni-Standorte von der Kooperation profitieren. Grund genug, über Ländergrenzen hinweg zu denken: "Alle Forscherinnen und Forscher stehen im internationalen Wettbewerb. Da sind die Grenzen zwischen Niedersachsen und Hamburg wirklich nur was, was man aus der Perspektive Hannover und Hamburg wahrnimmt", so die Ministerin. Die Wissenschaft sei da weiter und das finde in der Kooperation seinen Niederschlag.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 Uhr | 04.10.2017 | 18:00 Uhr

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