Stand: 20.09.2017 12:28 Uhr

Kapitän starb wohl an gesundheitlichen Problemen

Im Fall des tödlichen Schiffsunglück auf dem Elbe-Seitenkanal in der Schleuse Uelzen vermutet die Polizei, dass der verstorbene Kapitän akute gesundheitliche Probleme hatte. Denkbar sei zum Beispiel, dass der 56-Jährige vor dem Unglück einen Herzinfarkt erlitten hatte.

Staatsanwaltschaft entscheidet über Obduktion

Der Kapitän könnte demnach gar nicht mehr in der Lage gewesen sein, das Führerhaus vor der Einfahrt in die Schleuse abzusenken, so ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft soll nun entscheiden, ob der Tote noch obduziert werden soll.

Am Montagabend war es zu dem verhängnisvollen Unfall gekommen: Das Führerhaus des Schiffs war beim Einfahren in die Schleuse gegen ein Stahlseil gestoßen und wurde dabei abgerissen. Der tschechische Kapitän wurde aus der Kabine geschleudert. Zwei Matrosen, die an Deck an den geladenen Containern gearbeitet hatten, blieben unverletzt. Nach dem Unglück wurde der Elbe-Seitenkanal an der Schleuse für mehrere Stunden gesperrt.

Schiff war im Schubverband unterwegs

Der sogenannte Schubverband war im Auftrag einer Hamburger Reederei Richtung Elbe unterwegs und hatte Container geladen. Bei einem Schubverband schiebt ein Schiff andere Lastenbehälter vor sich her. Um einen guten Überblick zu haben, fahren die Schiffsführer ihren Steuerstand auf freier Strecke hoch. Vor der Einfahrt in eine Schleuse muss dieser entsprechend heruntergefahren werden.

Weitere Informationen

Schleuse nach tödlichem Schiffsunglück wieder frei

Die Schleuse Uelzen ist nach einem Unfall wieder freigegeben. Der 56-jährige Kapitän eines Binnenschiffs war bei dem Unglück am Montagabend tödlich verletzt worden. (19.09.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.09.2017 | 12:00 Uhr

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