Stand: 04.11.2015 15:00 Uhr

Große Aufmerksamkeit: Medienauftrieb in Sumte

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Bald hat Sumte auch mehr Reporter als Einwohner.

Sumte ist ein Symbol: Das Dorf steht in den Medien für die "deutsche Willkommenskultur", weil es weit mehr Flüchtlinge aufnimmt als es Einwohner hat. Es gibt Ängste, ohne Zweifel. Aber für Journalisten ist Sumte ein Positivbeispiel.

Denn die Einwohner stemmen sich nicht gegen die Aufnahme von Flüchtlingen - allenfalls gegen Rechtsradikale, die hier versuchten, Stimmung in eigener Sache zu machen. Hier soll sich also zeigen, wie Deutsche und Flüchtlinge im zahlenmäßig bemerkenswerten Verhältnis von etwa 1:7 miteinander leben.

Das Ortsschild zum Ort Sumte. © NDR Fotograf: Ina Kast

Große Aufmerksamkeit: Medienauftrieb in Sumte

ZAPP -

Im kleinen Dorf Sumte gibt es jetzt mehr Flüchtlinge als Einwohner. Die internationalen Medien geben sich die Klinke in die Hand.

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Das Zahlenverhältnis elektrisiert die Medien

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Ist optimistisch: Bürgermeisterin Grit Richter.

"Zunächst habe ich mir gedacht, dass es genau dieses Verhältnis von Flüchtlingszahl zu Einwohnerzahl ist, was die Medien interessiert", meint die Bürgermeistern Grit Richter gegenüber Zapp. Und ergänzt: "Insgesamt hat diese Thematik einen sehr positiven Verlauf genommen. Ich weiß nicht, ob das ungewöhnlich ist, aber wir sind alle sehr positiv eingestellt. Vielleicht ist das das Ungewöhnliche."

Eine positiv eingestellte Gemeinde: Ist das der Grund für den Medienrummel? Zieht es deshalb auch internationale Journalisten aus Japan, Russland oder von Al Jazeera ins ehemalige Zonenrandgebiet an die Elbe in Niedersachsen? "Der Spiegel" war ebenso da wie die "New York Times", der "Telegraph" oder der "Stern". Am Tag der Ankunft der Flüchtlinge liefen verschiedenste Kamerateams durchs Dorf, von NDR und ARD, von RTL und N24 und anderen.

Endlich mal keine Flüchtlingsgegner?

Karikatur mit dem Titel "Journalisten in Sumte": Mehrere Reporter stehen mit Mikrofonen und Kameras vor einem Haus und bedrängen einen Mann. © Florian Böge Fotograf: Florian Böge

Sumte braucht mehr Platz für Journalisten

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"Diese ganze Geschichte, wie Deutschland dieses Jahr eine Millionen Asylbewerber aufnehmen wird, das ist schon an sich eine Mega-Geschichte", sagt der Fotograf Sean Gallup von Getty Images. "Da guckt man natürlich bundesweit, wie funktioniert das überhaupt. Hier ist eben dieses Verhältnis zwischen den Zahlen so krass, wenn ich dass so sagen darf." Sumte ist also auch eine Art Versuchslabor im Fokus der Medien - und ein anders Thema als Pegida oder brennende Flüchtlingsunterkünfte.

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Dieses Thema im Programm:

ZAPP | 04.11.2015 | 23:20 Uhr