Stand: 29.06.2017 16:54 Uhr

Das ist mal ein dicker Fisch

Eckhard Panz hat den schwersten Wels seiner Fischer-Karriere aus der Elbe gezogen.

Aal, Brasse, Stint und Zander: Elbfischer Eckhard Panz aus Hohnstorf im Landkreis Lüneburg geht in den Sommermonaten so einiges in die Reusen. Und jetzt im Juni wartet der Berufsfischer auf einen besonderen Fang, gegen den alle anderen Fische wie Winzlinge wirken. Es ist der Wels. Zehn dieser großen Tiere hat Eckhard Panz in den vergangenen Wochen schon erwischt. Und jetzt hat er besonderes Glück gehabt: Er hat den schwersten Wels gefangen, den er jemals aus der Elbe geholt hat.

40,5 Kilogramm schwer

Panz steht im Gummizeug in einem großen Wasserbecken auf dem Gelände seines Fischereibetriebs direkt an der Elbe. Hier dreht der Wels noch seine Runden. 40,5 Kilo wiegt das rund 15 Jahre alte Tier, imposante 1,81 Meter lang ist es. Vom Gewicht her ein Rekord für Panz. Vor ziemlich genau zwei Jahren hat er zwar mal einen noch etwas längeren Wels gefangen - 1,88 Meter maß der. Er war dafür aber "nur" knapp 40 Kilogramm schwer. Nun soll der noch schwerere Brocken verkauft werden. Dafür muss Panz den Wels fangen und über den bauchnabelhohen Rand seines Wasserbeckens wuchten. Das fällt auch dem erfahrenen Fischer sichtlich schwer. Von seiner Stirn tropfen dicke Schweißperlen.

In den 90er-Jahren ausgesetzt

Der Fisch landet kopfüber in einer großen Wanne. "Das ist ein europäischer Wels", erklärt Panz. "Den gibt's hier seit Mitte der 90er. Er wurde ausgesetzt mit 2.000 Fischen und hat sich dann auf dem ganzen Fluss verbreitet." Bis zu 150 Kilogramm schwer könne ein solcher Wels werden. Besonders nach ihrer Laichzeit im Juni gehen die Fische in der Elbe auf Wanderschaft und nachts auf die Jagd. Gefangen hat Panz den großen Wels mit einer Reuse, die nicht größer ist als der Fisch selbst.

Fünf Euro pro Kilogramm

Verkauft wird der Wels nach Hamburg, und zwar am Stück - an ein Fünf-Sterne-Restaurant. Der Kilopreis beträgt fünf Euro. Ein guter Verdienst für den Fischer. Und dennoch ist er nicht so ganz zufrieden mit den Welsen in der Elbe. "Der Wels ist nicht unbedingt ein Elbfisch. Er gehört eigentlich in die Donau. Wir haben hier eigentlich einen Aalfluss und Zander. Wels passt da nicht unbedingt rein." Dennoch wecken die großen Fische immer wieder seinen Ehrgeiz: Nächstes Jahr werde er einen 50 Kilogramm schweren Wels fangen. "Das schaffe ich."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 29.06.2017 | 17:00 Uhr

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