Stand: 15.01.2016 13:19 Uhr

Audi lässt aufhorchen: 400 Jobs in Soltau

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Mitglieder des Stadtrates von Soltau und Vertreter des Unternehmens VGP treffen sich vor der Ratssitzung, bei der der Bau des Logistikzentrums abgesegnet wird.

Der Ingolstädter Autobauer Audi investiert rund 20 Millionen Euro im Heidekreis. Durch das neue Logistikzentrum sollen in der eher strukturschwachen Region rund 400 neue Arbeitsplätze entstehen. Am Donnerstagabend brachte der Rat der Stadt Soltau das direkt an der A 7 geplante Bauvorhaben in einer Sondersitzung auf den Weg. Der Bürgermeister der Stadt, Helge Röbbert (parteilos), sagte nach der Sitzung, er sei "extrem stolz", dass die Verhandlungen über die Audi-Ansiedlung zum Erfolg geführt hätten. Das Logistikzentrum bezeichnete er als Motor für die Region.

Logistikzentrum wohl Ende 2016 betriebsbereit

Der Rat stimmte für den Verkauf eines zwölf Hektar großen Areals im Gewerbegebiet Soltau-Ost. Dort soll das Audi-Logistikzentrum entstehen. Verkauft wird das Gelände laut Stadt indes nicht direkt an die bayerische VW-Tochter Audi, sondern an den europaweit tätigen Logistik-Entwickler VGP. Das Unternehmen will im März mit dem Bau einer großen Halle beginnen, die nach der Fertigstellung an Audi vermietet werden soll. Die Schlüsselübergabe ist für das Jahresende geplant.

Soltau macht wegen A 7 das Rennen

An das Zentrum sollen dann Autoteile für die Audi-Werke in Übersee geliefert werden - etwa in Brasilien und China. In Soltau würden die Teile containerweise zusammengestellt und anschließend über die norddeutschen Seehäfen verschifft. Neben Soltau waren laut VGP mehrere niedersächsische Kommunen im Gespräch. Die Entscheidung für Soltau sei aufgrund der günstig Lage an der A 7 gefallen, hieß es.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 15.01.2016 | 14:30 Uhr