Stand: 30.08.2017 22:03 Uhr

Auch Lüneburg will sich gegen Hochwasser wappnen

Unwetter, Sturm und heftiger Regen haben in diesem Sommer auch in der Region Lüneburg für Schäden gesorgt. Wie man sich gegen die Folgen solcher Starkregen besser schützen kann, daran arbeiten im Moment landesweit viele Gemeinden. Denn auch wenn die heftigen Regen- oder Hagelschauer meist nur örtlich begrenzt auftreten, sie kommen immer häufiger. Die Gemeinde Dahlem im Landkreis Lüneburg hat jetzt einen Plan erarbeitet, der auch für andere Gemeinden Vorbild sein könnte.

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Zwei Rückhaltebecken für 60.000 Euro?

"Wir brauchen auf jeden Fall zwei Rückhaltebecken", sagt Bürgermeisterin Gabi Makowski (aB). Die sind allerdings nicht von heute auf morgen gebaut. Und sie kosten Geld, nämlich mindestens 60.000 Euro. Die Gemeinde hat dafür Fördergelder beim Landkreis beantragt. Gleichzeitig hat sie Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet: Gräben ausbaggern, Sickermulden herstellen und Feldeinfahrten abdichten. Genau das macht jetzt auch die Gemeinde Himbergen, denn auch dort stehen bei Starkregen die Straßen unter Wasser.

Landwirte in der Pflicht

Makowski sieht auch die Landwirte in der Pflicht, wenn es bei Starkregen zu heftigen Überschwemmungen kommt. Denn das liege auch an der intensiven Form, wie die Felder bewirtschaftet werden. Es gebe immer weniger Flächen, auf denen Regen versickern könne. Starkregen ist auch für die Landwirtschaft ein Problem, wie Helmut Schlepps, Sprecher des Landvolks Niedersachsen, sagt. Deshalb müsse jeder Landwirt sehr darauf achten, seine Wasserabflüße und Vorfluter instandzuhalten; Gräben dürften nicht verkrauten, denn dann könne das Wasser schlechter abfließen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 30.08.2017 | 17:00 Uhr

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