Stand: 19.11.2012 06:00 Uhr  | Archiv

Wofür sind Erst- und Zweitstimme?

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Jeder Wähler hat eine Erst- und eine Zweitstimme.

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen hat jeder Wähler zwei Stimmen. Mit der Erststimme auf der linken Seite des Stimmzettels (schwarzer Druck) votiert man für einen Kandidaten aus seinem Wahlkreis. Wer dort die meisten Stimmen holt, zieht direkt in den Landtag ein.

Mit der Zweitstimme auf der rechten Seite des Stimmzettels (blauer Druck) entscheiden sich die Wähler für eine Partei - damit bestimmen sie, wie stark die politischen Gruppierungen im Landtag vertreten sind. Der Anteil an Zweitstimmen entscheidet also darüber, wie viele Sitze die Parteien im Parlament insgesamt erhalten.

Gewinnt eine Partei über die Erststimmen mehr Direktmandate als ihr nach dem Zweitstimmenanteil zustehen, erhält sie sogenannte Überhangmandate. Die übrigen Parteien bekommen jedoch dann Sitze zum Ausgleich, damit die Zusammensetzung des Landtags dem Verhältnis der Zweitstimmen entspricht. Dadurch kann der Landtag über die 135 Sitze hinaus anwachsen.

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