Stand: 27.11.2016 10:44 Uhr

Althusmann jetzt Spitzenkandidat und Vorsitzender

Bernd Althusmann (CDU) wird der Herausforderer von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei der niedersächsischen Landtagswahl 2018. Der 49-Jährige ist am Sonnabend beim Landesparteitag der CDU in Hameln einstimmig nominiert worden. Mit 98,55 Prozent der Stimmen ist Althusmann auch als Nachfolger von David McAllister zum Landesvorsitzenden gewählt worden. 345 Delegierte gaben ihre Stimme ab, davon stimmten 340 für Althusmann, fünf gegen ihn. Vor seiner Wahl wandte sich Althusmann an die Delegierten. "Es ist schön wieder daheim zu sein, bei Freunden. Wir haben eine Vision für dieses Land, die werden wir auch umsetzen", sagte der frühere Kultusminister.

Kritik an Weils VW-Politik

In seiner Rede stimmte Althusmann den Parteitag auf die bevorstehenden Wahlen ein. "Ich bin fest entschlossen, die CDU Niedersachsen in Regierungsverantwortung zu führen. Ich bin fest entschlossen, zu gewinnen." Althusmann nannte Sicherheit, Sozialpolitik und die Herausforderungen durch die Digitalisierung als künftige Schwerpunkte seiner Politik. Im Hinblick auf den Volkswagen-Konzern kritisierte Althusmann Ministerpräsident Weil: "Wer im Bundesrat als Landesregierung für den gesetzlichen Ausstieg aus Diesel- und Verbrennungsmotoren stimmt, der handelt gegen die Interessen des größten Arbeitgebers in Niedersachsen, der handelt gegen die Interessen der Menschen, die bei VW beschäftigt sind."

Ziel: "Dauerhaft stärkste Volkspartei"

McAllister warb bei seiner Abschiedsrede für seinen designierten Nachfolger. Der Blick habe sich immer mehr auf einen Mann gerichtet, "der in unserer CDU anerkannt und geschätzt wird und lange politische Erfahrung mit sich bringt", sagte McAllister. Er schätze Althusmann sehr, er sei ein feiner Kerl und dazu absolut verlässlich. Nach acht Jahren an der Spitze der Partei zog er Bilanz. Es waren acht spannende und ereignisreiche Jahre - der Tiefpunkt war der Januar 2013", resümierte McAllister im Hinblick auf die verlorene Landtagswahl. Er blicke optimistisch auf die kommende Landtagswahl. "Unser Ziel ist es, dauerhaft die stärkste Volkspartei in Niedersachsen zu sein", so McAllister weiter.

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Besuch aus Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht beim Landesparteitag der CDU in Hameln.
Merkel fordert mehr Mut in Sachen Digitalisierung

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war beim Parteitag in Hameln und forderte ihre Partei zu mehr Mut und Zuversicht beim Thema Digitalisierung auf. "Bitte sehen Sie nicht immer das Kritische im Zusammenhang mit der Digitalisierung, sondern sehen Sie das, was uns auch weiterbringt", sagte sie. Gerade in der Automobilindustrie seien schon in kurzer Zeit große Umbrüche zu erwarten. Dazu gehöre der elektronische Antrieb, das autonome Fahren sowie die Tendenz zu weniger eigenen Autos. "Deshalb muss die CDU an der Spitze solcher Bewegungen stehen und nicht auf der Beobachterseite", forderte die Kanzlerin.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 23.11.2016 | 06:30 Uhr

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