Stand: 06.09.2015 09:26 Uhr

Wrackteile und Kunstblut: Großübung im Ith

von Wilhelm Purk

Ein zweimotoriges Propellerflugzeug mit technischen Problemen versucht eine Notlandung auf dem Segelflugplatz Ith. Schon beim Landeanflug jedoch verliert die Maschine Teile, die in den Wald stürzen. Ein Dorf muss evakuiert werden. Die Notlandung misslingt, das Flugzeug rast in ein Zeltlager auf dem Ith. Es gibt 50 Verletzte. Auch der Wald fängt Feuer. Der Landkreis Holzminden ruft den Katastrophenfall aus. Diese Szenen waren am Sonnabend im Landkreis Holzminden zu sehen und - zum Glück - nur eine Übung.

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Rettungskräfte üben für Flugzeugabsturz

Hallo Niedersachsen -

Ein Flugzeug stürzt in eine Menschenmenge - dieses Horrorszenario haben 900 Einsatzkräfte in einer Übung auf dem Ith geprobt. Anfangs rechneten alle mit einem echten Einsatz.

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900 Einsatzkräfte vor Ort

Ehrenamtliche Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten aus Holzminden, Hildesheim und Hameln-Pyrmont, Mitarbeiter von Polizei und Technischem Hilfswerk (THW) waren am Höhenzug Ith im Einsatz - mehr als 900 Frauen und Männer nahmen an der Übung teil. Für eine realistische Bewertung sei es noch zu früh, sagte Feuerwehrsprecher Uwe Pepper am Sonnabendnachmittag. Es seien an jedem Einsatzort sogenannte Übungsbeobachter gewesen. Was sie an Pannen und Problemen entdeckt haben, werde jedoch erst in den kommenden Tagen zusammengetragen, so Pepper. Auf den ersten Blick sei die Übung aber in vielen Bereichen gut gelaufen.

Viel Rauch und Schminke

Alles sollte so realistisch wie möglich sein. Es gab viel künstlichen Rauch und geschminkte Verletzte. Weil das Löschwasser knapp wurde, musste zum Beispiel von einem sieben Kilometer entfernten See eine Schlauchleitung gelegt werden. Die Einsatzkräfte übten den Ernstfall und hofften zugleich, dass dieser nie eintreten wird.

Wrackteile im Ith - aber alles ganz harmlos

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.09.2015 | 13:00 Uhr