Stand: 19.01.2016 08:49 Uhr

Verfolgungsjagd auf A 2: Mann flieht vor Polizei

Nach einer wilden Verfolgungsjagd am Montag bei Lehrte (Region Hannover) ermittelt die Polizei gegen einen 33 Jahre alten Mann wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, Verstößen gegen das Kraftfahrtsteuer- und Pflichtversicherungsgesetz, Straßenverkehrsgefährdung, Verkehrsunfallflucht, Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Mit falschem Kennzeichen unterwegs

Der Mann hatte sich zuvor einer Polizeikontrolle entzogen und war zunächst in Richtung Hannover geflüchtet. Der 33-Jährige war einer zivilen Funkstreife der Autobahnpolizei Braunschweig aufgefallen, als der Kleinwagen gegen 15 Uhr auf der A 2 in Fahrtrichtung Hannover unterwegs war. Das angebrachte Kennzeichen gehörte nach Angaben der Polizei nämlich zu einem anderen Pkw.

Pkw-Fahrer flüchtet quer durch Lehrte

Daraufhin hätten die Beamten den Fahrer des Wagens an der Raststätte Lehrte See kontrollieren wollen, doch dieser habe seine Fahrt "unvermittelt fortgesetzt" und sei in Richtung Hannover geflüchtet. Dabei habe er andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, indem er rechts und teilweise über den Standstreifen überholte. Anschließend habe er die Autobahn verlassen und seine Flucht im Stadtgebiet von Lehrte fortgesetzt. Dort habe der Flüchtige beim Überholen einen Linienbus touchiert, so die Polizei.

Flucht endet auf A 7

Bei seiner Fahrt durch Lehrte missachtete der Pkw-Fahrer laut Polizei zudem mehrere rote Ampeln. Danach sei er erneut auf die A 2 in Richtung Hannover gefahren. Im Bereich der Tangente in Richtung der A 7 in Fahrtrichtung Hamburg gelang es Polizeibeamten aus Lehrte, die sich mittlerweile an der Verfolgung beteiligten, ihren Wagen vor den Kleinwagen zu setzen. Anschließend habe der Fahrer versucht, den Streifenwagen rechts zu überholen. Weil sich dort die Fahrbahn verengt, sei der Pkw zwischen Leitplanke und Streifenwagen eingeklemmt worden. Danach habe der Flüchtige die Kontrolle über seinen Wagen verloren, sei ins Schleudern geraten und schließlich an der Leitplanke zum Stehen gekommen, teilte die Polizei mit.

Der Festnahme habe sich der 33-Jährige widersetzt und dabei einen Polizisten leicht verletzt. Insgesamt habe er einen Schaden von rund 8.500 Euro verursacht. Zudem stellten die Beamten fest, dass der Mann mutmaßlich unter Drogeneinfluss stand.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 19.01.2016 | 06:30 Uhr