Stand: 07.03.2016 13:49 Uhr

Verdienstorden für zwei Niedersächsinnen

Anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags hat Bundespräsident Joachim Gauck am Montag zwei Frauen aus Niedersachsen den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen: Christa Röder aus Langenhagen (Region Hannover) und Heidi Kluth aus Buchholz (Landkreis Harburg) wurden damit für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Amtssitz des Staatsoberhauptes im Schloss Bellevue in Berlin statt. In seiner Rede forderte Gauck eine weitere Umsetzung der Rechte von Frauen auch in Deutschland. Man wisse, was noch zu tun ist: "eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Ausgleich von Lohnunterschieden bei gleicher Arbeit und die Förderung einer stärkeren Präsenz von Frauen in Führungspositionen", so Gauck. Insgesamt ehrte er 24 Frauen aus ganz Deutschland, sie alle engagieren sich im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kirchlichen oder kulturellen Bereich.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird umgangssprachlich auch Bundesverdienstkreuz genannt. Er wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung nicht verbunden. Der Verdienstorden wurde am 7. September 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss per Erlass gestiftet.

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Christa Röder, seit 35 Jahren engagiert.
Aktiv für Kultur, Kirche, Senioren und Frauen

Die 75-jährige Christa Röder engagiert sich seit 35 Jahren im sozialen, kulturellen und kirchlichen Bereich, wie die niedersächsische Staatskanzlei dazu am Freitag mitteilte. Sie war zudem 25 Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. Röder hat den Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland mitbegründet und war jahrelang im Landesfrauenrat tätig, von 1996 bis 2002 als Vorsitzende. Seit 2010 widmet sich die 75-Jährige der Seniorenarbeit: Sie steht dem Seniorenbeirat in Langenhagen vor und arbeitet in den Seniorenbeiräten der Region Hannover sowie des Landes Niedersachsen mit. Im kommunalpolitischen Bereich war sie als Ortsbürgermeisterin sowie als Ratsmitglied aktiv. Außerdem engagiert sie sich für die Kulturstiftung Langenhagen und war im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Gemeinde Engelbostel-Schulenburg aktiv.

Heidi Kluth, seit 1994 engagiert für Unternehmerinnen.
Unternehmerin setzt sich für Frauen im Handwerk ein

Die Unternehmerin Heidi Kluth ist seit 2005 Vorsitzende des Landesverbandes der Unternehmerfrauen im Handwerk und seit 2014 Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Schon seit 1994 engagiert sie sich bei den Unternehmerfrauen im Landkreis Harburg und setzt sich dort vor allem für die Weiterbildung und Qualifikation ein sowie für die soziale Absicherung der Frauen. "Durch viele Initiativen und Projekte ist es ihr gelungen, ein unternehmerisches Engagement von Frauen im Handwerk in der Öffentlichkeit zu vermitteln", hieß es von der Staatskanzlei. Seit 2009 ist sie auch Vorsitzende des Bundesverbands der Unternehmerfrauen und setzte sich bei der Handwerkskammer im Gewerbeförderungsausschuss für die Förderung von Unternehmen und Technologie- und Berufsbildungszentren ein.

Beide Frauen haben für ihre Engagement auch schon den niedersächsischen Verdienstorden bekommen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.03.2016 | 14:00 Uhr