Stand: 09.03.2016 18:41 Uhr

Urteil gegen Wolfsburger Islamisten rechtskräftig

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Die beiden Islamisten aus Wolfsburg verzichten auf eine Revision. (Archivbild)

Die Gefängnisstrafen für zwei Wolfsburger Syrien-Heimkehrer sind rechtskräftig. Wie das Oberlandesgericht Celle am Mittwoch mitteilte, zogen sowohl die beiden Deutsch-Tunesier als auch die Bundesanwaltschaft die eingelegten Revisionsanträge zurück. Im Dezember hatte das Gericht den 26-jährigen Ebrahim H. B. und  den 27 Jahre alten Ayoub B. wegen der Mitgliedschaft in der Terrorgruppe "Islamischer Staat" zu drei beziehungsweise vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Einsatz als Krankenwagenfahrer und Attentäter

Die beiden Männer waren 2014 nach Syrien aufgebrochen und rund drei Monate später nach Niedersachsen zurückgekehrt. Sie gehörten zur sogenannten Wolfsburger Zelle, in der Dutzende radikalisierte junge Männer von einem fanatischen Prediger zur Ausreise nach Syrien gedrängt wurden. Ayoub B. ließ sich zum Kämpfer ausbilden und fuhr bei einem Gefecht im Irak einen Krankenwagen. Ebrahim H. B. hatte sich dem IS als Selbstmordattentäter für ein Attentat in Bagdad zur Verfügung gestellt, das von der irakischen Armee vereitelt worden war. Nach Ansicht des Gerichts haben die Männer inzwischen mit dem IS gebrochen und mit ihren Geständnissen viele Einblicke in die Terrororganisation gegeben.

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Gegen die Urteile gegen zwei IS-Rückkehrer aus Wolfsburg ist Revision eingelegt worden. Das bestätigte das Oberlandesgericht in Celle. Die Männer waren zu Haftstrafen verurteilt worden. (15.12.2015) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.03.2016 | 15:00 Uhr