Stand: 26.04.2017 12:37 Uhr

Tag gegen Lärm: Was hilft gegen Störgeräusche?

Morgens schrillt der Wecker, ein Presslufthammer rattert auf der Baustelle, mit heulender Sirene rast der Krankenwagen an einem vorbei. Kaum jemand kann sich denen als störend empfundenen Geräuschen entziehen. Heute ist 20. "International Noise Awareness Day" - der Tag gegen Lärm. Doch was ist Lärm eigentlich? "Aus ärztlicher Sicht ist Lärm, was das Gehör, also etwa die Haarzellen im Innenohr, beschädigt", sagt Anke Lesinski-Schiedat, ärztliche Leiterin des Deutschen Hörzentrums der HNO-Klinik an der Medizinischen Hochschule in Hannover. Echtem Lärm sei man etwa bei sehr lauter Musik in einer Diskothek ausgesetzt.

Eine Frau sieht sehr angestrengt aus und hält sich die Ohren zu. © fotolia.com Fotograf: olly

Ab wann macht Lärm krank?

Eine dauerhafte und zu starke Lärmbelästigung schadet dem Körper, warnen Ärzte. Bereits ab 60 Dezibel können erste Stressreaktionen auftreten.

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Was stört, ist subjektiv

Störende Geräusche, wie etwa der Straßenverkehr, sind zwar nicht gesundheitsschädigend. Dennoch kann er auf Dauer zu Kopfschmerzen, Nervosität und hohem Blutdruck führen. Wie viel der Mensch an Störgeräuschen verträgt, ist unterschiedlich. "Wenn ich Kinder liebe, ist der Lärm aus dem Kindergarten in der Nachbarschaft etwas Schönes. Muss ich jedoch arbeiten und mich konzentrieren, können genau diese Geräusche als sehr störend empfunden werden", erklärt Lesinski-Schiedat NDR 1 Niedersachsen.

Yoga und Entspannungsübungen helfen

Doch was tun, wenn Lärm zum Störfaktor wird? "Wer acht Stunden Industrielärm, also solchem Lärm ausgesetzt ist, der etwa von gewerblichen Anlagen erzeugt wird, der sollte sich nach der Arbeit dringend eine Auszeit nehmen", sagt Lesinski-Schiedat. Leide man hingegen psychisch unter bestimmten Geräuschen, dann könne man lernen, diesen Lärm positiv zu bewerten. Hilfreich seien auch aktive Entspannungsübungen oder Yoga, um störende Alltagsgeräusche, wie etwa Kindergartenlärm, "positiv aushalten zu können", so die ärztliche Leiterin.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 26.04.2017 | 08:30 Uhr

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