Stand: 09.02.2016 12:46 Uhr

TUI bekommt Türkei-Krise zu spüren

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Deutlich weniger Urlauber wollen in die Türkei: Die Buchungen gingen um 40 Prozent zurück.

Der weltgrößte Reisekonzern hat mit den aktuellen Krisen der Welt zu kämpfen: Vor allem der Terroranschlag in Istanbul im Januar hat bei der TUI Spuren hinterlassen. Zum zweiten Mal nach der Fusion mit der britischen Tochter TUI Travel sind heute in Hannover die Aktionäre zusammengekommen. Zurzeit lägen die Buchungen für den Sommer 40 Prozent unter dem Vorjahres-Niveau, teilte der Konzern am Dienstag mit. Gleichzeitig wittert die TUI aber auch Chancen für andere Ziele: Der Konzern versucht, die Gäste stattdessen in die Hotels und Clubs nach Spanien zu locken - vor allem auf die Kanaren. Mit Erfolg: Für Spanien verzeichnete der Konzern einen Buchungsansturm.

Operativer Verlust: knapp 102 Millionen Euro

Trotz der Krise in der Türkei und ebenfalls schwächeren Buchungen in Tunesien und Ägypten haben sich die Geschäftszahlen der TUI im vergangenen Quartal leicht verbessert. Der operative Verlust lag bei knapp 102 Millionen Euro. Das ist ein kleineres Minus als Vorjahr, denn die Touristik-Konzerne schreiben in den Winter-Monaten traditionell rote Zahlen.

"Effekte aus Tunesien und Ägypten verarbeitet"

TUI-Chef Fritz Joussen hält am Ziel fest, das operative Ergebnis in diesem Jahr um mindestens 10 Prozent zu steigern. "Wir haben alle Effekte aus Tunesien und Ägypten verarbeitet, die das Ergebnis belastet haben", sagte er. Die Türkei als wichtigste Herausforderung stehe allerdings noch bevor. Er rechnet in diesem Jahr mit rund einer Million Türkei-Gästen - nur halb so viel wie im Vorjahr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.02.2016 | 09:00 Uhr