Stand: 11.02.2016 16:43 Uhr

Razzia gegen mutmaßliche PKK-Unterstützer in Hannover

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in Hannover am Donnerstag das Unabhängige Jugendzentrum (UJZ) in der Kornstraße durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Dabei geht es um Verstöße gegen das Vereinsgesetz, konkret um den Verdacht "verbotener Unterstützungshandlungen der PKK", wie Oberstaatsanwältin Angelika Klee NDR.de auf Nachfrage mitteilte. Das Ziel der Durchsuchung war demnach, Beweismittel zu sichern. "Es geht um Unterlagen in schriftlicher und elektronischer Form", sagte Klee. Weitere Angaben zu den Ermittlungen wollte die Sprecherin zunächst nicht machen.

Spontane Versammlung von Unterstützern

Die Polizei hatte die Kornstraße um kurz nach 10 Uhr abgeriegelt, um mögliche Unterstützer vom Jugendzentrum fernzuhalten und den Durchsuchungsbeschluss des Lüneburger Amtsgerichts durchzusetzen. Laut Polizeisprecher Holger Hilgenberg versammelten sich jenseits der Polizeiabsperrung auch rund 100 Sympathisanten, die dort eine spontane Kundgebung abhielten. Linke Gruppen hatten in sozialen Netzwerken zu Solidaritätsbekundungen aufgerufen. "Der Einsatz verlief friedlich, es gab keine Störungen", hieß es bei der Polizei.