Stand: 29.12.2016 13:50 Uhr

Polizisten bei Gerangel mit "Reichsbürger" verletzt

Bei einer Verkehrskontrolle in Aerzen (Landkreis Hameln-Pyrmont) hat ein sogenannter Reichsbürger zwei Polizisten leicht verletzt. Die Beamten hatten den Mann angehalten, weil er unter anderem nicht angeschnallt war. Als sie ihn nach seinen Personalien fragten, wollte er sie nicht herausgeben. Die Polizisten begleiteten den Mann daraufhin zu seiner Wohnung. Nach Angaben der Polizei weigerte sich der 57-Jährige auch dort, mit den Beamten zusammenzuarbeiten.

Behörden kennen den Mann

Der Mann habe schließlich versucht, zu fliehen, heißt es. Die Beamten hätten ihn festgehalten. Es sei dann zu einer Auseinandersetzung gekommen. Bei dem anschließenden Gerangel wurden die Polizisten leicht verletzt. Sie zogen sich Prellungen und Schürfwunden an den Knien zu. Die Beamten hielten den Mann aber schließlich am Boden fest und legten ihm Handschellen an. Eine Polizeistreife, die zur Unterstützung gerufen worden war, erkannte den Mann wieder: Es handelte sich demnach um einen sogenannten Reichsbürger. Der Aerzener sei nicht mehr in Besitz von Ausweispapieren, da er diese den Ämtern unaufgefordert zurückgeschickt hatte. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte eingeleitet. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht an.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 29.12.2016 | 14:30 Uhr