Stand: 06.04.2017 14:27 Uhr

Nord/LB: Milliardenverlust und Stellenabbau

Bei der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) hinterlässt die weltweite Schiffskrise Spuren. Das Geldhaus gab am Donnerstag bekannt, dass es durch das schwierige Geschäft mit Schiffskrediten 2016 einen Verlust von 1,96 Milliarden Euro verzeichnen muss. Das Negativergebnis fiel wegen einer Aufstockung der Risikovorsorge für die Schiffsfinanzierung höher als zunächst angekündigt aus. "2016 war ein besonderes Jahr mit harter Herausforderung", sagte Nord/LB-Chef Thomas Bürkle. Wesentlichen Anteil hat die in Schieflage geratene Bremer Landesbank (BLB), die die Nord/LB im Januar vollständig übernommen hatte.

Stellenabbau: "Das wird keine ganz kleine Zahl sein"

"Die Bremer Landesbank wird mit der Nord/LB fusioniert werden, wir sehen das als große Chance", sagte Nord/LB-Chef Thomas Bürkle. Bevor die positiven Effekte greifen würden, stünden aber Umstrukturierungskosten an. "Wir können sie aus eigener Kraft meistern", so Bürkle. Bei der Fusion werde es auch Stellenabbau geben: "Das wird keine ganz kleine Zahl sein, das passiert auch nicht in einem Jahr, sondern im Rahmen des Umbauprogramms bis 2020/2021", sagte Bürkle. Der Stellenabbau finde nicht nur einseitig in Bremen statt. Entlassungen sollten vermieden, könnten aber nicht ausgeschlossen werden.

Weitere Informationen

Nord/LB: Milliardenverlust durch Schifffahrtskrise

Mit einem Verlust von 736 Millionen Euro hat die Nord/LB die ersten neun Monate abgeschlossen. Neben der Schiffskrise wird der Konzern auch von der Bremer Landesbank belastet. (24.11.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.04.2017 | 14:00 Uhr

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