Stand: 04.10.2017 14:05 Uhr

Mutmaßlicher PKK-Aktivist in Celle angeklagt

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle hat einen mutmaßlichen Unterstützer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angeklagt. Der 43-jährige türkische Staatsangehörige war der Anklagebehörde zufolge in Oldenburg als Raum- und Gebietsleiter für die Bereiche Personal, Finanzen und Propaganda der PKK zuständig. Die Arbeiterpartei Kurdistans wird in Deutschland als terroristische Vereinigung eingestuft und ist deshalb seit 1993 verboten. Kommt es zum Prozess und wird der Mann schuldig gesprochen, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Zwei PKK-Aktivisten 2016 in Celle verurteilt

Seit Jahren müssen sich immer wieder PKK-Funktionäre vor deutschen Gerichten verantworten. Zuletzt war ein Unterstützer der Partei vor gut einem Jahr vom Oberlandesgericht Celle zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann von Juli 2014 bis zu seiner Festnahme im Oktober 2015 als Gebietsleiter für die PKK zunächst in Hannover und dann in Sachsen aktiv war. Nur wenige Tage zuvor hatte das Oberlandesgericht einen 39-Jährigen wegen Propagandafür die PKK ebenfalls zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.10.2017 | 13:00 Uhr