Stand: 10.02.2016 14:42 Uhr

Molotow-Cocktails: Kripo beschreibt Verdächtigen

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Am Freitag haben Unbekannte zwei Molotow-Cocktails vom Dach der Ernst-August-Galerie geworfen.

Nach dem Wurf von Molotow-Cocktails vom Dach eines Einkaufszentrums in Hannover gibt es eine Beschreibung eines mutmaßlichen Täters: Die Kriminalpolizei hat Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet. Das Material veröffentlichen die Ermittler nicht - und viel zu erkennen ist darauf offenbar auch nicht. Denn genaue Angaben zum Aussehen des Gesuchten kann die Kriminalpolizei nicht machen, die Beschreibung ist vage: helle Hose, dunkle Jacke, Kapuze. Der Mann habe vermutlich nach Benzin gerochen und hatte möglicherweise Brandverletzungen, heißt es von der Kriminalpolizei. Die Ermittler hoffen auf Zeugen, die den Mann am Freitagabend gesehen haben. Um kurz vor 20 Uhr waren zwei mit Benzin gefüllte Flaschen vom Dach der Ernst-August-Galerie geflogen. Auf dem Dach befindet sich ein Parkplatz.

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Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Der Eingangsbereich des Einkaufscenters ist kurz vor Ladenschluss in der Regel voller Menschen - so auch am Freitag. Wie mittlerweile bekannt wurde, gab es zwei Leichtverletzte. Die Attacke hätte aber auch weit gravierendere Folgen haben können. Die Molotow-Cocktails hatten sich aus unbekannten Gründen nicht entzündet. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen versuchten Mordes. Auf dem Dach hatten die Beamten noch drei weitere mit einer Lunte versehene und offenbar mit Benzin gefüllte Flaschen entdeckt. Eine davon brannte, konnte aber schnell gelöscht werden.

Wer hat den Verdächtigen gesehen?

Die Kriminalpolizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die hofft auf Zeugenhinweise, um dem Mann auf dem Überwachungsvideo auf die Spur zu kommen: "Wer hat einen Mann mit der oben aufgeführten Beschreibung im Bereich der Innenstadt, in der Stadtbahn, im Bus, im Taxi bemerkt - einen Mann, der nach Benzin gerochen hat oder vielleicht auch Brandverletzungen hatte?", fragen die Ermittler im Zeugenaufruf. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, den Kriminaldauerdienst Hannover unter (0511) 109 55 55 anzurufen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 10.02.2016 | 15:30 Uhr

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