Stand: 24.08.2017 22:00 Uhr

Hochwasser: Kann ein Stausee Hildesheim schützen?

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Sandsäcke vor Hildesheimer Wohnhäusern wie im Juli 2017 soll es künftig nicht mehr geben. (Archivbild)

Das Hochwasser im Juli hat Niedersachsen mit voller Wucht getroffen. Dass wegen des Klimawandels ähnliche Ereignisse folgen werden, halten Wetterexperten für sehr wahrscheinlich. Deshalb wollen die gefährdeten Gebiete sich vorbereiten. Der in diesem Sommer besonders betroffene Landkreis Hildesheim hat bereits Anfang August eine neue Idee ins Spiel gebracht und wollte diese am Donnerstag mit anderen Kommunen diskutieren: Ein riesengroßes Rückhaltebecken soll gebaut werden, eine Art Stausee zwischen dem Harz und Hildesheim.

Feuerwehr in Hochwasser

Stausee als Hochwasserschutz für Hildesheim?

Hallo Niedersachsen -

Der Landkreis Hildesheim hat seine Pläne für ein Rückhaltebecken vorgestellt. Es soll gebaut werden, um Hochwasserkatastrophen wie die im Juli künftig zu verhindern.

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Wird ein gemeinsamer Plan daraus?

"Wir brauchen eine Größenordnung von mehreren Millionen Kubikmetern", sagte der zuständige Dezernent, Helfried Basse, im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen. Das Becken müsse neu geschaffen werden, ähnlich wie in Salzderhelden. Das dortige Becken läuft bei Leine-Hochwasser kontrolliert voll und schützt so die Fluss-Anrainer. Die bisherigen Rückhalteflächen an den Flüssen reichten einfach nicht mehr aus, sagte Basse. "Die Kollegen aus den anderen Landkreisen sind sehr froh, dass wir uns zusammensetzen. Zusammen werden wir das hinbekommen, auch zusammen mit dem Land. Die Resonanz ist positiv." Etwas verhaltener reagiert dagegen das Land: Man müsse zunächst die Analyse der Schäden abwarten, bevor man weitere Schritte einleiten könne, zitiert die "Hildesheimer Allgemeine" eine Sprecherin des Umweltministeriums.

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Eingeladen hat Basse die Fachbereichsleiter der Landkreise Goslar und Wolfenbüttel sowie der Städte Salzgitter und Hildesheim. Auch Vertreter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) werden erwartet. Ziel sei es, ein gemeinsames Gutachten in Auftrag zu geben, mit dem der richtige Ort für das Rückhaltebecken gefunden werden soll. Außerdem wollen die Landkreise und Städte sich darüber austauschen, wie sie mit dem Hochwasser im Juli umgegangen sind und welche Lehren gezogen wurden. Weitere Treffen sollen folgen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 24.08.2017 | 07:30 Uhr

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