Stand: 11.01.2017 10:15 Uhr

Hatte Anis Amri einen Kontaktmann in Hildesheim?

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Der "Deutschsprachige Islamkreis Hildesheim" gilt als Hotspot der radikalen Salafisten-Szene. Im Sommer 2016 wurden seine Räume durchsucht.

Hat der Berlin-Attentäter Anis Amri auch Spuren in Niedersachsen hinterlassen? Der 24-Jährige soll sich zumindest im Februar 2016 in Hildesheim aufgehalten haben. Dort sei er in der Moschee des "Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim" (DIK) fotografiert worden. Außerdem soll er dort einen Kontaktmann gehabt haben, den die Behörden als gefährlich einschätzen. Nach einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ist das das Ergebnis einer mehrstündigen Befragung von Mitarbeitern von Polizei und Verfassungsschutz bei einer vertraulichen Sitzung des Ausschusses für den Verfassungsschutz im Landtag. Das Landeskriminalamt (LKA) wollte auf Anfrage von NDR.de den Bericht nicht bestätigen.

Flüchtete Amri über Hildesheim?

Außerdem sei es im Ausschuss um die Frage gegangen, ob Amri auf seiner Flucht nach dem Attentat aus Berlin nach Italien in Hildesheim aufgetaucht sei. Wie das Blatt berichtet, hätten die Ermittler darüber zwar keine Klarheit, aber ein "ungutes Gefühl". Ebenfalls offen ist, wie eng Amris Beziehung zu dem Kontaktmann war, den die Ermittler als "relevante Person" einstufen. Der Mann sei Salafist und lebe in Hildesheim, so der Bericht. Er habe laut Ermittlern "einiges auf dem Kerbholz".

Gespräche über mögliche Anschläge

Der "Islamkreis" gilt als nach Angaben des Innenministeriums als "bundesweiter Hotspot der radikalen Salafisten-Szene". Im Sommer 2015 soll ein konspirativer Kreis dort über mögliche Anschläge gesprochen haben - auch, indem ein Lkw in eine Menschenmenge gesteuert werden könnte. Zum Umfeld der Teilnehmer der Besprechung soll Amri zählen. Im Sommer vergangenen Jahres waren die Moschee und Wohnungen von Mitgliedern des DIK bei einer Razzia durchsucht worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.01.2017 | 08:00 Uhr

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