Stand: 21.09.2017 20:44 Uhr

Hannover: Modellregion für "sauberen" Verkehr

Hannovers Luft soll sauberer, der Lieferverkehr leiser und vor allem weniger werden. Für dieses Ziel arbeiten in der Landeshauptstadt unterschiedliche Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nun zusammen. Der Name des Projekts: "Urbane Logistik". So soll ein Teil der Lieferfahrzeuge der Deutschen Post DHL in der Landeshauptstadt schon bald mit Strom angetrieben werden. Die Infrastruktur zum Aufladen der eigens von DHL entwickelten Fahrzeuge soll von den Stadtwerken geschaffen werden, teilte die Landeshauptstadt am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Mit dem vom Bund geförderten Projekt will Hannover nach eigenen Angaben Modellregion für den Lieferverkehr der Zukunft werden.

Neue Zustellkonzepte sollen erprobt werden

Eingebunden sind neben Stadt, Stadtwerken und Deutscher Post die Universitäten Hannover und Braunschweig, die Hochschule Hannover, Volkswagen Nutzfahrzeuge und das Land Niedersachsen. Ziel ist es, Transporte bedarfsgerecht zu organisieren und Leerfahrten zu vermeiden. Dafür sollen in Hannover Verkehrs- und Umweltdaten ausgewertet werden. In einigen Stadtteilen, die zum Jahreswechsel benannt werden, werden demnach neue Zustell- und Fahrzeugkonzepte zunächst simuliert und dann erprobt. In die Auswertung sollen die Anwohner mit einbezogen werden.

Stadt will mehr Fahrzeuge ohne Abgase

Im letzten Schritt will die Stadt E-Mobil-Flotten im kommunalen und gewerblichen Bereich stärker und sichtbar einsetzen. Nach dem Willen der Stadt geht es auch darum, den Marktanteil schadstofffreier Fahrzeuge in Hannover zu steigern. Die verkehrsbedingte Luftverschmutzung und die Einhaltung entsprechender Grenzwerte machen der Stadt seit langem zu schaffen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 22.09.2017 | 06:30 Uhr