Stand: 07.02.2016 15:05 Uhr

Brandstiftung im Hauptbahnhof: 55-Jähriger festgenommen

Gleich an mehreren Stellen hat es in der Nacht zu Sonntag in Hannovers Hauptbahnhof gebrannt. Keine halbe Stunde nach dem Feueralarm gegen 2 Uhr nahm die Polizei einen 55-jährigen Mann fest. Er steht im Verdacht, im sogennanten Posttunnel unter den Gleisen einen Servierwagen der Deutschen Bahn und einen Gerümpelhaufen sowie zwei Papierkörbe am Bahnhofseingang und einen Mülleimer auf einem Bahnsteig in Brand gesteckt zu haben. Passanten hatten den Mann beim Zündeln beobachtet und eine Streife der Bundespolizei alarmiert. Als die Beamten den Mann überprüften, stritt er die Taten ab. Er wurde vorläufig festgenommen und soll am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung und Sachbeschädigung.

100.000 Euro Schaden

Verletzt wurde durch die Brände niemand. Allerdings entwickelte sich im Posttunnel so viel Rauch, dass dieser bis zu den Gleisen aufstieg. Durch den Rauchgasniederschlag wurde auch ein Catering-Lager der Deutschen Bahn in Mitleidenschaft gezogen. Nach ersten Schätzungen der Polizei Hannover entstand ein Schaden von rund 100.000 Euro. Der Zugverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Wie ein Polizeisprecher gegenüber NDR.de sagte, gibt es "gar keine Hinweise" auf eine Zusammenhang zu den Molotow-Cocktails, die Unbekannte am Freitag vom Dach der Ernst-August-Galerie, gegenüber vom Hauptbahnhof, auf Passanten warfen.

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