Stand: 11.01.2016 12:58 Uhr

Continental legt kräftig zu - und bremst nun ab

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Ziel erreicht: 2015 hat Continental seinen Umsatz um 14 Prozent gesteigert. (Themenbild)

Der hannoversche Reifenhersteller und Autozulieferer Continental hat seine selbst gesteckten Ziele für 2015 erreicht. Das geht aus den Geschäftsdaten hervor, die das Unternehmen am Montag veröffentlicht hat. Demnach legte der Umsatz im gesamten Konzern um 14 Prozent auf mehr als 39 Milliarden Euro zu. Die günstigen Rohstoffpreise hätten die Entwicklung begünstigt, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart. Trotz schwächelnder Automärkte in China, Russland und Brasilien habe der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern 4,4 Milliarden Euro betragen, teilte das Dax-Unternehmen mit. Im Jahr 2014 waren es 3,88 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr rechnet Degenhart aber mit einem etwas langsameren Wachstum.

Marktwachstum in Europa und den USA

Neben den niedrigen Rohstoffpreise im Reifengeschäft halfen Conti laut Degenhart noch weitere Faktoren über die konjunkturellen Schwierigkeiten hinweg: "Das Marktwachstum in Europa und den USA hat uns geholfen, die Wachstumsdelle in China, die schweren Rezessionen in Russland und Brasilien sowie das vor allem im Rohstoffbereich rückläufige Industriegeschäft zu kompensieren", sagte er bei der Bekanntgabe der vorläufigen Eckdaten am Rande der Automesse in Detroit. Im laufenden Jahr soll der Umsatz laut Degenhart dann noch um etwa fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro zulegen. Er erwarte 2016 eine weltweite Produktionssteigerung bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis sechs Tonnen Gesamtgewicht von rund 88 auf 89 Millionen Stück.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.01.2016 | 12:00 Uhr