Stand: 03.06.2017 16:35 Uhr

CSD in Hannover - bunt sein und "mitdenken"

Bunt, ausgelassen und fröhlich sind am Sonnabend beim Christopher Street Day (CSD) wieder Schwule, Lesben und Bisexuelle durch die Innenstadt von Hannover gezogen. Geschmückte Wagen zogen bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen durch die Innenstadt. "Es ist beste Partystimmung, es läuft fantastisch", sagte Corinna Weiler von der CSD-Projektkoordination. Die schillernden Farben bei den Teilnehmern sind rückläufig. "Ein Großteil kommt längst in normaler Alltagskleidung", sagte Weiler. Der Aufmarsch ist nach ihren Angaben vor allem eine politische Demonstration. Und auch der Ursprung des CSD liegt ja weniger im hedonistischen Feiern als vielmehr im Eintreten für die Rechte von Minderheiten.

Christopher Street Day tanzt durch Hannover

"Mitdenken" ist das Motto

Der Christopher Street Day geht auf Vorfälle im Jahr 1969 in New York zurück: Nach einer Polizeirazzia kam es dort in der Christopher Street zum Aufstand von Schwulen und Lesben und zu Straßenschlachten. In Erinnerung daran gibt es in vielen deutschen Städten jedes Jahr Christopher Street Days. Das Motto in diesem Jahr lautet in Hannover: "Mitdenken". Der Zusammenhalt der Gesellschaft und Einsatz füreinander sei nur möglich, wenn sich Menschen aktiv einbringen, sagt Koordinatorin Weiler. Rassismus, Sexismus und Diskriminierung aufgrund von Religion, Herkunft, Alter oder sozialem Hintergrund müsse entgegengetreten werden.

Schirmherrschaft: Hannover 96

Die Veranstalter erwarten zu dem zweitägigen CSD-Treffen rund 20.000 Besucher. Bis Sonntagabend gibt es noch ein Straßenfest mit Musik-, Kabarett- und Redebeiträgen. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr der Fußballclub Hannover 96 übernommen. Homosexualität sei im Profifussball immer noch ein Tabuthema, sagt Mirko Woitschig, der bei 96 für das soziale Engagement zuständig ist. Man könne das nur angehen, indem man sich positioniere.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.06.2017 | 16:00 Uhr

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