Stand: 29.03.2016 13:56 Uhr

Bluttat bei Hochzeit: Cousin weiter flüchtig

Nach den tödlichen Schüssen auf eine 21-jährige Studentin fehlt vom mutmaßlichen Täter immer noch jede Spur. Gesucht wird der 22-jährige Cousin des Opfers. Vor gut zwei Wochen soll er die junge Frau auf einer kurdischen Hochzeitsfeier in Hannover-Vahrenheide erschossen haben. Der Verdächtige ist ein Iraker, der in Burgdorf (Region Hannover) wohnt. Er steht im Verdacht, die 21-Jährige gezielt getötet zu haben. Die Waffe hatte die Polizei in den Räumlichkeiten der Hochzeitsfeier gefunden. Alles deute auf eine Familienfehde hin, sagte Polizeisprecher André Puiu nach der Tat.

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Tödliche Schüsse: Fahndung nach 22-jährigem Iraker

27.03.2016 18:00 Uhr
Niedersachsen 18.00 Uhr

Im Fall der auf einer Hochzeit getöteten 21-Jährigen fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem flüchtigen Täter. Gegen den 22-jährigen Iraker wird wegen Mordes ermittelt. Video (01:02 min)

Handgemenge nach der Tat

Hunderte Menschen waren bei der Hochzeit am Sonntag, 13. März, zu Gast - darunter das spätere Opfer und der Verdächtige. Gegen 22.20 Uhr hatte der mutmaßliche Täter mehrere Schüsse auf die junge Kurdin abgefeuert. Sie erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Nach der Tat gerieten weitere Hochzeitsgäste aneinander. Es entstand ein Handgemenge, bei dem fünf Personen verletzt wurden.

Opfer soll sich gegen Heirat mit Cousin gewehrt haben

Medienberichten zufolge sollte die 21-Jährige ihren Cousin heiraten, wehrte sich aber gegen die Verbindung. Der Vater des Opfers soll nach der Tat auf Facebook schwere Vorwürfe gegen seine eigenen Brüder erhoben haben: Seine Tochter sei "Opfer eines heimtückischen Verrats und Brauches" geworden, schrieb er mehreren Zeitungen zufolge. Von einem sogenannten Ehrenmord will die Staatsanwaltschaft derzeit aber nicht sprechen: "Die Frage nach dem Motiv wird Gegenstand der Ermittlungen sein", sagte Sprecherin Kathrin Söfker lediglich.

Die 21-Jährige war Studentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Kunst (HAWK) in Holzminden. An der Hochschule sorgte der gewaltsame Tod der Kommilitonin für große Betroffenheit.

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Hochschule trauert um erschossene Studentin

An der Hochschule Holzminden herrscht Fassungslosigkeit über den gewaltsamen Tod der Studentin Shilan H. Die 21-Jährige war am 12. März bei einer Hochzeitsfeier getötet worden. (24.03.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 29.03.2016 | 14:30 Uhr