Stand: 27.03.2017 13:29 Uhr

Bistum Hildesheim: Aufruf an Missbrauchsopfer

Das Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) hat einen Aufruf an mögliche Opfer sexueller Gewalt im Bistum Hildesheim gestartet. Das IPP will im Auftrag des Bistums weitere Erkentnisse über die Missbrauchsvorwürfe gegen den mittlerweile verstorbenen Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen und den Priester Peter R. gewinnen.

Drei Personen erheben Missbrauchsvorwürfe

Im Fall von Bischof Janssen haben laut Medienberichten aus den Jahren 2015 und 2016 bislang drei Menschen Vorwürfe erhoben: Zwei ehemalige Messdiener und eine Frau, die angibt, als Zweijährige vergewaltigt worden zu sein. Der heute pensionierte Priester Peter R. wurde von 1982 bis 2003 im Bistum Hildesheim eingesetzt: in Göttingen, Hildesheim, Wolfsburg und Hannover-Mühlenberg. Nach Berichten des WDR soll der Priester ein damals elfjähriges Mädchen sexuell bedrängt haben. Auch die Mutter des Mädchens habe von Übergriffen durch den Priester in ihrer Jugend berichtet.

Wer kann Angaben zu den Vorwürfen machen?

Das unabhängige Institut erhofft sich nach eigenen Angaben auch Erkenntnisse darüber, wie das Bistum Hildesheim mit anderen Vorwürfen und Fällen sexualisierter Gewalt umgegangen ist. Hinweise werden per Mail sowie telefonisch beim IPP in München entgegen genommen. Im Sommer soll die Aufarbeitung abgeschlossen sein und das Gutachten vorliegen, so das IPP.

Betroffene können sich bis zum 13. April über die E-Mailadresse: aufruf@ipp-muenchen.de sowie telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr unter (0152) 34 70 68 30 beim IPP melden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.03.2017 | 12:00 Uhr

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