Stand: 22.12.2016 14:35 Uhr

Weite Wege für Schwangere im Land

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Kleine Kliniken können es sich zunehmend nicht mehr leisten, Kinder auf die Welt zu holen. (Themenbild)

In Niedersachsen werden wieder mehr Kinder geboren - trotzdem schließen Entbindungsstationen, vor allem in kleinen Krankenhäusern. Denn Kindern auf die Welt zu helfen ist ein kostenintensives Geschäft, das sich für immer mehr Kliniken nicht mehr lohnt. Werdende Mütter werden daher in Zukunft noch häufiger als bisher vor der Entbindung weite Strecken zurücklegen müssen.

In Duderstadt "fehlen" 250 Babys

Zum Jahresende schließt beispielsweise die Entbindungsstation der Helios Klinik in Bad Gandersheim. Im Duderstädter St. Martini Krankenhaus werden Mitte 2017 die letzten Kinder geboren. 300 Babys sind dort in diesem Jahr zur Welt gekommen. Doch erst ab 550 Geburten arbeite die Abteilung wirtschaftlich, sagt Geschäftsführer Markus Kohlstedde. Um das Haus überhaupt zu erhalten, sei die Schließung der defizitären Abteilung konsequent.

Keine Geburten mehr auf den Inseln

In den vergangenen vier Jahren wurden landesweit neun Geburtsstationen in Krankenhäusern dichtgemacht. Unter anderem werden auf den Ostfriesischen Inseln keine Babys mehr auf Station geboren. Die Mütter müssen zur Entbindung aufs Festland übersetzen.

Weitere Informationen

Wieder mehr Babys im Norden

Im Norden sind 2015 so viele Kinder auf die Welt gekommen wie seit mindestens zehn Jahren nicht. Grund dafür ist offenbar der erfüllte Kinderwunsch vieler Frauen zwischen 29 und 36 Jahren. (30.06.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.12.2016 | 12:00 Uhr

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