Stand: 25.09.2017 17:53 Uhr

Waldentwicklung: 550.000 Buchen für den Harz

Die kleinen Buchen werden zwischen Fichten gepflanzt, hier gedeihen sie besonders gut.

In diesen Wochen werden im Nationalpark Harz bei Braunlage 550.000 kleine Buchen gepflanzt. Stück für Stück soll der Park von einem Fichtenforst in einen Buchen-Urwald verwandelt werden, so Sprecher Friedhart Knolle. Die jungen Laubbäume kommen als Containerpflanzen vorwiegend in den niedersächsischen Nationalpark-Revieren Oderhaus und Acker in den Boden. Noch bis zum ersten Frost soll die Aktion beendet sein.

Vorteil Containerpflanzen

Der Vorteil der Containerpflanzen sei es, dass sie mit Wurzelballen geliefert würden, so Knolle. Dadurch sei es möglich, sie schon vor der Zeit des Laubabfalls zu pflanzen. Die kleinen Buchen stammen aus Saatgut, das 1996 im Nationalparkrevier Scharfenstein geerntet und dann in einer Baumschule herangezogen wurde.

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Zurück zur Natur

Das Programm zur Waldentwicklung läuft im Nationalpark Harz seit den 90er-Jahren. Mittelfristig sollen rund 90 Prozent des etwa 25.000 Hektar großen Gebiets in einen naturnahen Zustand zurückversetzt werden. Die dort wachsenden Fichten hätten keine Überlebenschance, so die Parkverwaltung. Unterhalb von 700 Metern sei es für die Nadelbäume zu warm. Zudem setze der Borkenkäfer den Bäumen zu.

Unter dem Dach der Fichten

Um die Verwandlung des Waldes zurück zu seinem standortgerechten Buchenwald zu beschleunigen, pflanzen Mitarbeiter des Nationalparks regelmäßig junge Buchen zwischen die Fichten. Unter dem Dach der Nadelbäume können die jungen Laubbäume nach Angaben der Verwaltung besonders gut wachsen. Dort sei es wärmer als in der Umgebung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.09.2017 | 18:00 Uhr

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