Stand: 14.09.2017 12:17 Uhr

VW ruft 4,9 Millionen Autos in China zurück

Bild vergrößern
Defekte Airbags des Zulieferers Takata werden weltweit mit 16 Todesfällen in Verbindung gebracht.

Volkswagen muss in China fast 4,9 Millionen Autos wegen möglicherweise defekter Airbags in die Werkstätten zurückrufen. Es geht dabei um Frontairbags des japanischen Zulieferers Takata. Das teilte die chinesische Qualitätsaufsicht (AQSIQ) am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. Neben VW mussten zuletzt auch viele andere Autobauer weltweit Millionen Wagen zurückrufen, bei denen mangelhafte Airbags von Takata überprüft und ausgetauscht werden sollen. Im Februar hatte der Wolfsburger Autobauer VW wegen des gleichen Problems insgesamt 680.000 Fahrzeuge in den USA zurückgerufen.

Rückrufaktion beginnt im März 2018

Nach Angaben von Volkswagen sind Modelle der Gemeinschaftsunternehmen FAW-VW, SAIC-VW und FAW-Audi betroffen, außerdem Import-Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda. Laut Behördenangaben wird die Aktion im März 2018 beginnen. Bisher sei weltweit kein Fall eines fehlerhaften Takata-Frontairbags in einem Auto des Volkswagen-Konzerns bekannt, so ein VW-Sprecher. Mit dem Rückruf kämen die Unternehmen einer Forderung der chinesischen Behörde nach. Diese sehe ein potentielles Risiko und verlange daher den Austausch der Airbags. Die Kosten für die Rückrufaktion tragen laut des Sprechers der Volkswagen-Konzern und seine Partner vor Ort. "Die Kunden kostet es nichts." Wie viel Volkswagen zahlen muss, dazu wollte der Sprecher keine Angaben machen.

Videos
02:09

#Dieselgate: Der Volkswagen-Skandal mal kurz erklärt

Den VW-Abgas-Skandal zu verstehen, ist gar nicht so einfach. Deshalb erklären wir Ihnen hier und jetzt kurz und verständlich, um was es da eigentlich geht. Viel Spaß! Video (02:09 min)

Takata hat bereits Insolvenz angemeldet

Takata-Airbags mit dem Stoff Ammoniumnitrat können bei langer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit falsch auslösen und wurden in den USA für 16 Todesfälle verantwortlich gemacht. Takata hat wegen des Vorwurfs, Risiken verschwiegen und Sicherheitstests manipuliert zu haben, eine Milliardenstrafe in den USA akzeptiert. Unter der Last der hohen Kosten für Rückrufe und Rechtskonflikte meldete das 1933 gegründete Unternehmen Ende Juni Insolvenz in Japan und den USA an. Es ist eine der größten Pleiten in Japans Wirtschaftsgeschichte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.09.2017 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

07:26

So reagiert die Landespolitik auf die Wahl

24.09.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen
03:01

Was bedeutet der Wahlabend für Niedersachsen?

24.09.2017 23:20 Uhr
NDR//Aktuell
64:40

ANNE WILL – Nach der Bundestagswahl

24.09.2017 21:25 Uhr
Das Erste: Anne Will