Stand: 28.03.2016 18:32 Uhr

VW muss in den USA alle E-Golfs zurückrufen

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5.561 in den USA verkaufte E-Golfs müssen von VW zurückgerufen werden. (Archivbild)

Mitten im Abgas-Skandal reißen für Volkswagen die Hiobsbotschaften einfach nicht ab: Nach dem Rückruf von insgesamt rund 970.000 Autos der Modelle Passat und Touareg sowie des baugleichen Cayenne der Konzerntochter Porsche müssen nun in den USA auch noch 5.561 E-Golfs in die Werkstatt. Das teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Montag mit. Wie ein VW-Sprecher bestätigte, handelt es sich dabei um alle bislang verkauften Fahrzeuge des 2015 auf dem US-Markt eingeführten Modells.

Update der Batterie-Software soll helfen

Grund für den Rückruf ist die Gefahr von Stromausfällen. Das Problem liegt nach Angaben von Volkswagen in einem Überlastungsschutz, der zu schnell anspringe und zum plötzlichen Ausfall des Elektromotors führen könne. Der mögliche Defekt betreffe wegen des unterschiedlichen Stromsystems jedoch nur die USA. Ein Update der Batterie-Software soll nun Abhilfe schaffen, so der Sprecher.

Rückschlag für E-Offensive

VW steckt wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Millionen von Dieseln in einer schweren Krise und will künftig verstärkt auf Elektroautos setzen. Zuletzt stellte der Konzern den sogenannten Budd-e als Konzeptauto vor - einen batteriebetriebenen Nachfahren des legendären Transporters Bulli. Das sollte der Auftakt einer großen E-Offensive sein. "Viele weitere Modelle werden folgen", hatte VW-Markenchef Herbert Diess angekündigt.

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