Stand: 05.03.2016 13:32 Uhr

Toter Asylbewerber: Polizei nimmt 23-Jährigen fest

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Am Morgen des 5. Februar war der 33-Jährige von Sicherheitskräften in der Flüchtlingsunterkunft gefunden worden. (Archiv)

Fast genau einen Monat nach dem gewaltsamen Tod eines 33-jährigen Asylbewerbers aus Kamerun hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 23-Jährige soll den Kameruner in einer Flüchtlingsunterkunft in Wolfsburg mit einem Messer attackiert und mehrfach auf ihn eingestochen haben. Laut Polizei war der 23-Jährige aufgrund von Ermittlungsergebnissen, Zeugenaussagen und vorhandenen Spuren in den Fokus der Ermittlungen geraten. Nach einer Durchsuchung seiner Wohnung nahmen die Beamten den Mann am Mittwoch fest. Gegen ihn wurde bereits Haftbefehl erlassen.

23-Jähriger hat früher selbst in der Unterkunft gelebt

Wie die Ermittler mitteilten, hat der 23-Jährige früher selbst in der Unterkunft in Wolfsburg gelebt. Zu den Hintergründen der Tat wollte sich die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern. Der 33-jährige Kameruner war Anfang Februar von Sicherheitskräften schwer verletzt in einem Flur der Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Fallersleben gefunden worden. Die Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihn tun. Eine anschließende Obduktion hatte ergeben, dass der Mann an Stichverletzungen in den Oberkörper starb. Zwei Bewohner der Asylunterkunft, die direkt nach der Tat vorläufig festgenommen wurden, sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der Verdacht gegen sie habe sich nicht bestätigt, so ein Sprecher der Polizei.

Der zweite Tote in Fallersleben

Vor eineinhalb Jahren hatte es während eines Drogengeschäfts in der Unterkunft schon mal einen Toten gegeben. Ein an dem Handel unbeteiligter Bewohner wurde im September 2014 erschossen, als er einem in das Geschäft verwickelten Mitbewohner zur Hilfe eilen wollte.