Stand: 02.01.2016 15:41 Uhr

Tote in Holzminden: 31-Jähriger gesteht Tat

Im Fall der im Holzmindener Hafenbecken tot aufgefundenen 33-Jährigen sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Ihm wird Totschlag vorgeworfen, wie Staatsanwältin Christina Pannek sagte. Angaben zu einem möglichen Motiv wollte sie am Sonnabend gegenüber NDR.de nicht machen. "Alles, was wir preisgeben können, haben wir gesagt", so die Staatsanwältin. Frühestens am Montag werde es neue Details zu dem Fall geben. Der mutmaßliche Täter hatte sich am Donnerstag der Polizei gestellt und gestanden, die 33-Jährige getötet zu haben. Über die Hintergründe der Tat machten die Ermittler aufgrund der noch andauernden Ermittlungen keine weiteren Angaben.

Opfer lernte Tatverdächtigen in der Kneipe kennen

Das Opfer, das am Montag tot im Hafenbecken aufgefunden wurde, starb laut Obduktionsergebnis "aufgrund massiver Gewalteinwirkung". Details gaben die Ermittler nicht bekannt. Ein Angler hatte die Leiche am Montag gefunden. Zeugen hatten beobachtet, wie die 33-Jährige am Sonntagabend zusammen mit einem Mann die Gaststätte "Zum Raabeeck" in der Innenstadt von Holzminden verlassen hatte. Nach Angaben der "Deister- und Weserzeitung" (Sonnabendausgabe) kam die Frau von einer Weihnachtsfeier ihres Dart-Clubs und hatte den Mann, der aus einem Dorf am Rande des Sollings im Landkreis Holzminden stammt, in der Gaststätte kennengelernt. Staatsanwältin Pannek wollte sich am Sonnabend nicht zu der Frage äußern, seit wann sich der 31-Jährige und das Opfer kannten.

Detaillierte Beschreibungen führten zum Fahndungserfolg

Dank der detaillierten Zeugen-Beschreibungen des letzten Begleiters der 33-Jährigen wurde ein Phantombild angefertigt. "Die Fahndungsbilder waren sehr gut und haben die Person zu hundert Prozent abgebildet", sagte ein Polizeisprecher. "Offenbar aufgrund des bestehenden Fahndungsdrucks" habe sich der Mann dann gestellt. Bevor der mutmaßliche Täter sich bei einer Polizeidienststelle meldete, hatte ihn die Mordkommission "Hafen" im Visier. Noch bevor die Ermittler ihn aufsuchen konnten, stellte er sich. Dazu sah er dem Polizeisprecher zufolge wohl keine Alternative, nachdem er sich in einem Gespräch einer Bezugsperson anvertraut hatte. Am Freitagabend erließ die Staatsanwaltschaft Hildesheim Haftbefehl. Die Ermittler durchsuchten zudem die Wohnung des Mannes und stellten zahlreiche Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden.

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Hallo Niedersachsen | 01.01.2016 | 19:30 Uhr