Tat vor 26 Jahren: Mann wegen Mordes angeklagt
Ein 52-jähriger Mann aus Wolfenbüttel wird sich demnächst vor dem Landgericht Bonn verantworten müssen. Er hatte im März bei einer Polizeikontrolle zugegeben, vor 26 Jahren eine Frau in Bonn umgebracht zu haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Sie wirft dem 52-Jährigen vor, die damals 38-Jährige mit 70 Messerstichen getötet zu haben. Wie ein Behördensprecher am Dienstag mitteilte, gestand der Vater von drei Kindern die Tat überraschend im vergangenen März in seinem Wohnort Wolfenbüttel, nachdem er unter Alkohol zweimal an einem Tag in eine Polizeikontrolle geraten war.
Mann lebte als Student in Bonn
Zur Tatzeit, im November 1991, hatte der Mann in Bonn studiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er seit seiner Pubertät Tötungsfantasien. Die 38-Jährige wurde offenbar zufällig Opfer des Angeklagten. Er habe die Frau bei einem Spaziergang im Küchenfenster ihres Hauses gesehen. Daraufhin habe der heute 52-Jährige geklingelt und sie mit Handschellen gefesselt, so die Annahme der Staatsanwaltschaft. Dabei habe die Frau geschrien. Weil er Angst hatte, entdeckt zu werden, soll der Mann zugestochen haben. Die zwölfjährige Tochter fand ihre Mutter später tot im Flur.