Stand: 25.09.2017 13:58 Uhr

Streik: Ausfälle bei Bus und Bahn in Braunschweig

Pendler und Schüler in Braunschweig müssen sich auf eine schwierige Woche einstellen: Die Werkstätten der Braunschweiger Verkehrs-GmbH sind am Montagmorgen für fünf Tage in den Streik getreten. Das Unternehmen kündigte an, dass es bis Betriebsende am Freitag Engpässe und Fahrtausfälle im Linienverkehr geben werde.

Kinder warten an einer Bushaltestelle.

Braunschweiger Nahverkehr wird bestreikt

Hallo Niedersachsen -

Mitarbeiter der Werkstätten der Braunschweiger Verkehrs-GmbH streiken für eine Erhöhung des Weihnachtsgeldes. Dadurch fallen mehrere Bus- und Straßenbahnverbindungen aus.

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Es gilt der Ferienfahrplan

Am Montag sorgte der Ausstand für viele Verzögerungen: Viele Straßenbahnen und Busse fuhren nach dem Ferienplan - das heißt im Viertelstunden-Takt, statt alle zehn Minuten. Die Verkehrs-GmbH hatte diese Umstellung als Reaktion auf den Streik angekündigt. Auf manchen Strecken kam es allerdings auch zu kompletten Ausfällen von Bus- oder Straßenbahn-Verbindungen. Der Schülerverkehr zu den Grundschulen verlief ohne größere Einschränkungen.

Auskunft im Netz, per App und Telefon

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Viele Straßenbahnen blieben in Braunschweig am Montag in den Hallen der Verkehrs-GmbH.

Aktuelle Fahrt-Anzeigen an den Haltestellen wird es nach Angaben der Verkehrs-GmbH während des Streiks nicht geben. Fahrgäste können sich demnach über die Fahrplanauskunft im Internet informieren, über die App des Unternehmens sowie zwischen 6 und 18 Uhr über die telefonische Hotline (0531) 383 20 50.

Streitpunkt Weihnachtsgeld

Hintergrund der Arbeitsniederlegung ist ein Streit ums Weihnachtsgeld: Entsprechende Verhandlungen zwischen dem Kommunalen Arbeitgeberverband Niedersachsen und der Gewerkschaft ver.di sind bislang ergebnislos verlaufen. Ver.di will erreichen, dass die Sonderzahlung von 86 auf 100 Prozent aufgestockt wird. Sie hatte deshalb im Juni den Tarifvertrag für das Weihnachtsgeld gekündigt.

Ver.di will Streik noch ausweiten

"Aus Sicht des Arbeitgeberverbandes sind die Forderungen der Gewerkschaft nicht angemessen und der damit durch ver.di initiierte Streik nicht zu verantworten", heißt es von der Verkehrs-GmbH. Der Hauptgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbands, Bernd Wilkening, sprach von einer "Luxusforderung". Eine schnelle Einigung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Ver.di hat angekündigt, den Streik noch auf Wolfsburg, Göttingen und Hannover ausweiten zu wollen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 25.09.2017 | 17:00 Uhr

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